Erotische Gedichte

Ahnung

Zartblau schimmert der BH
durch die seidene Bluse.
Wie schön er deine Brüste formt.
Könnte nicht auch dein Rock
aus dem Blusenstoff sein?
Dann sähe ich die Rundungen
deines Hinterns im Slip.
Und wünschte, du würdest bald
unverhüllt, schön in deiner Nacktheit,
vor mir stehen

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Akt manuell

Meine Hand durchstreift
den Busch deines Hügels.
Meine Finger streicheln zärtlich
die fleischigen großen und die zarten kleinen
Lippen der rosa Grotte.

Zwei Finger schlüpfen in die Höhle am Meer,
erkunden sie in der Dunkelheit,
tasten die Lust verheißende Stelle.
Zurückgekehrt ans Licht
spielen sie mit der roten Perle.

Dein Schoß erzittert
im untermeerischen Beben.
Die Flutwelle umspült meine Hand.
Wieder und wieder
tauchen die Finger in die Höhlenspalte.
Welle um Welle
brandet heran, versickert
in der Kerbe deiner Hinterbacken.
Nässt das Laken.

Dein Geschlecht ergibt sich
meiner Lust spendenden Hand.
Bis zur Erschöpfung.

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Akt vis a fronte

Dies
einladende
Spreizen der Beine.
Dies Stöhnen vor Lust
beim Ausgefülltsein.
Dies Schwingen der Brüste
im Rhythmus der festen Stöße.
Der Schweiß auf der Haut
und die Nässe im Schoß.
Dies Beben des Bauches.
Dies Anspannen der Schenkel.
Das Aufbäumen des Körpers.
Dies Stemmen des Beckens
in den rammenden Stoß.
Dieser wilde Schrei
der Erlösung
beim Sturz ins
Bodenlose.

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Akt vis a tergo

Diese
erregende Linie
vom Kopf, dem Nacken,
über den Rücken,
zwischen die festen Hinterbacken.
Deine schamlos offene Scham.
Du lässt mich ein.
Diese Hitze in dir und
diese sprudelnde Nässe
beim sanften Stoßen und
dann beim stürmischen Reiten.
Deine Brüste pendeln.
Ritt über Stock und Stein.
Bis du lustvoll stöhnend
unter mir
zusammenbrichst.

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Am Strand

Die Frau auf dem Weg zum Wasser.
Bronzen schimmert der nackte Körper
im Licht der rot untergehenden Sonne.

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Augen und Brüste

Oh, deine Augen!
Sie bringen mich
um den Verstand.
Wenn sie erstrahlen,
weiß ich nicht, was zuerst tun.
Sie küssen oder
die vollen Brüste?

Seelenvolle Augen liebt
ein Mann wie schöne Brüste.
Und große Brüste sind wie
die schönen Augen einer Frau.
Mir gelten die Augen einer
begehrten Frau so viel
wie ihre Brüste.

Nur: Schließ ich meine Augen,
seh ich deine Augen nicht.
Doch fühle ich
mit tastender Hand
deiner Brüste schöne Form
und ihre steifen Spitzen
auch mit geschlossenen Augen.

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Begehren

Im Gespräch sehen wir
einander lange in die Augen.
Begehren flackert
in deinen Blicken auf.
Meine Hände würden gern
durch deine gelockten
roten Haare fahren.
Mich drängt es,
deinen Mund zu küssen.

Wohin mit unserer Begierde,
da wir doch beide
an andere
gebunden sind?

Bittersüß der zögerliche Abschied.
Wie ein halbes Versprechen:
vielleicht
schon beim nächsten Mal.

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Begierde

Ich begehrte dich.
Gegen alle Vernunft.
Denn du bist
so viel jünger als ich.
Jedoch: Wir wollten uns.
Und hatten füreinander
ein Geschenk.

Kein Vogel
flatterte so gern wie ich
in deinen engen Käfig,
fühlte sich da heimisch
und so wohl.

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Beschwörung des Stieres

Komm zu mir.
Ich knie vor dir.
Meine schlängelnde Zunge
wird den Einen fesseln.
Meine Hände
werfen die Schlinge
um die Lenden dir.
Gib dich hin,
du mit Schweiß bedeckter,
in meinen Armen
tobender, brünstiger Stier.

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Das Kleid

Du trägst dies blaue Kleid
ganz unbefangen.
Mehr zeigt es von dir,
als es verhüllt.
Die kleinen Brüste.
Den flachen Bauch.
Wann sah ich je solch weich
geschwungne Hüften?
Solche apfelrunden
Hinterbacken?
In deinen graublauen Augen
möchte ich versinken.
Dir dabei sagen:
In deinem engen Kleid
bist du bezaubernd schön.
Und trotzdem säh ich dich
zu gerne völlig nackt.

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Das Paar

Im Vollmondlicht das nackte Paar
umschlungen auf der Wiese.
Ihr Schrei hallt durch die Julinacht.

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Das Tal

Erwartungsvoll öffnet sich das Tal
dem fremden Jäger.
Ein wilder Rosenbusch
schmückt den Eingang der Höhle.

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Dein Bauch

Nein, dein Bauch
ist nicht mehr straff
wie sicher einst vor deiner
Schwangerschaft.
Doch du musst ihn
nicht verschämt verbergen.
Schon gar nicht
die Schwangerschaftsstreifen.
Wo wären wir Männer
auf dieser Welt
ohne die Bäuche der Frauen.
Drum liebe ich
die Weichheit deines Bauches
und küsse ihn zärtlich
im hellen Licht des Tages.

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Dein Duft

Ich mag den Duft
deines Geschlechts
bei gespreizten Schenkeln.
Du aber sagst,
bevor wir es treiben,
leise protestierend:
Ich müsste mich
erst einmal waschen…
Nein, sage ich,
dazu ist jetzt nicht die Zeit.
Und nehme das duftende
Delta der Lust in Besitz mit

Zunge, Fingern und dem
zwischen meinen Beinen.

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Dein Gesicht

Ich liebe dein schmales Gesicht.
Die großen graublauen Augen
mit den Krähenfüßchen
im Winkel, wenn du lachst.
Die Nasenspitze mit der kleinen Kerbe.
Und den weichen Mund.
Wenn Du mich zärtlich ansiehst
und die Lippen schürzt,
werde ich dich küssen,
so oft du willst.
Deine hochgesteckten blonden
Haare lösen und darin so wühlen,
dass du hernach lange kämmen musst.
Wisse, ich liebe dein Gesicht.

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Dein Hintern

Ich lehrte dich
deinen nackten Hintern
zu mögen.
Weil er mir gefällt.
Wie schön er glänzt,
monden, prall und rund
am dunkelnden Abend.
So weich seine Haut.
Zum Küssen, Streicheln,
Zwicken einladend
das feste Fleisch.
Dein Stöhnen und die
unterdrückten Schreie,
die Sinne befeuerndes
klatschendes Geräusch
beim von hinten Nehmen.
Dies heftige Vögeln.
Jetzt kommst du gleich.

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Dein Mund

Dein unersättlicher Mund
mit dem reizenden Amorbogen.
So oft küssen, wie du gern möchtest,
kann ich ihn leider nicht.
Ich müsste Tag und Nacht nur
bei dir bleiben, bei deinem
zum Küssen schönen Gesicht.

Dein Mund ist ein Wunder,
das mich immer wieder überfällt.
Küsst er sich bei mir genüsslich abwärts,
ist es schnell um mich geschehn.
Jeden Tag und jede Nacht
würde ich so gerne ihn
stundenlang nur dies tun sehn.

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Deine Blicke

Deine Blicke streicheln
mein Gesicht,
die Brüste,
den Schoß.
Und den Hintern,
wenn ich dir
den Rücken zukehre.
Ich spüre dies.
Mir wird heiß.
Wie zärtlich mögen
erst deine Hände sein.

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Deine Brüste und noch mehr

Die süße Schwere deiner Brüste
in meinen Händen.
Auf den weißen Hügeln richtet
meine Zunge rosa Türmchen auf.
Doch da sind noch andre Orte
an dir, die zu erkunden lohnt
durch Finger und den Mund.
Oben und unten,
vorn, aber hinten auch.
So besuchen sie nun den Bauch
und und, und und, und und…

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Deiner (The Butt)

„The Body“ nennt man
ein berühmtes Model wegen
ihres vollkommenen Körpers.
So nenne ich dich, insgeheim
und für keinen, der dich kennt,
zu wissen: „The Butt“.
Denn deiner ist der schönste
Hintern weit und breit.
So oft ich ihn im Geiste
vergleiche, wenn ich andre
auf der Straße oder
in den Bus einsteigen sehe,
denk ich: Deiner ist schöner.
So prall und apfelrund
in den engen Hosen.
Tät ich ihn nackt nur endlich
sehn, glänzend und herrlich
im Fleisch bestimmt,
zum Streicheln, Küssen,
Kneifen einladend, könnt ich
mit Gewissheit sagen:
Der Allerschönste,
das ist tatsächlich deiner.

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Der Mond deines Hinterns

Dieser Abend im kleinen Hotel.
Die Laterne vorm Haus
schickt flackerndes Licht
durch den strömenden Regen.
Im warmen Zimmer wir beide.
Nackt packst du die Koffer aus.
Der Mond deines Hinterns
wandert hin und her. Bis ich ihn
unter die Bettdecke sperre.

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Der Pfirsichstein

Am Strand fand ich,
angespült vom Meer,
den gespaltenen Pfirsichstein.
Sinnbild deines Verborgensten.
Mit Kirschblut färbte ich ihn.
Gab ihm eine silberne Kette.
Legte sie dir um den Hals.
Der Pfirsichstein
zwischen deinen Brüsten.

Du sollst ihn tragen
jedes Mal,
wenn wir uns sehen.

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Der Ritt

Kurz war dies Vorspiel.
Wollüstig schwinge
ich mich auf dich.
Meine Brüste
hängen über dir
wie reife Trauben.
Beiße hinein. Knete sie.
Vergiss auch
meinen Hintern nicht.
Mit deinen Händen.
Kralle dich fest.
Klatsche ihn, wenn ich
schwitzend dich reite.

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Die Aprikose

Die gekerbte Aprikose.
Spalte ich sie,
duftet verlockend
ihr Fleisch.
Mein Mund badet
im Saft
deines Geschlechts.

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Die Aprikose

Dies Jahr blühte
der Aprikosenbaum überreich.
Als schenke sich mir eine
geliebte Frau zum ersten Mal.
Der Baum trug nur eine Aprikose.
Doch die duftete betörend,
fasste sich samtweich an
und schmeckte süß und saftig
wie noch keine Aprikose vor ihr.

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Die Feige

Meine Daumen spreizen
die reife, aufplatzende Frucht.
Saftig öffnet sich rosiges Fleisch
der Zunge, dem Mund.
Gut schmeckt deine Feige.

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Die Frucht

Die pralle behaarte Frucht über mir.
Ihr herber berauschender Duft.
Reif, aufgeplatzt, trieft sie vor Saft.
Ich lecke, schmecke, ertrinke fast.

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Die Mohnknospe

Die behaarte pralle Knospe.
Im aufbrechenden Schlitz
leuchtet es korallenrot.
Voll Zauber erblüht
dein erregtes Geschlecht.

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Die Raute der Lust

Als Kinder ritzten wir
das geheimnisvolle Zeichen
mit Kalksteinchen
weiß in die roten Ziegel
der Dorfkaten.

Halbwüchsige Jungen
studierten des gedoppelten V
verschiedene Formen,
mit und ohne Härchen,
auf Toilettenwänden und Türen.

Kein Lehrer zeichnete
das verruchte Symbol
jemals auf der Spitze stehend
im Geometrieunterricht
an die Tafel.

Bei dir sehe ich
das uralte heilige Zeichen
in seiner schönsten Form.
Zwischen den Schenkeln,
den Rücken mir zugewandt.
Feucht glänzt die Diagonale.

Dies sah man
auf Zeichnungen nie.

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Die rosa Orchidee

Der gefaltete Schmetterling.
Sacht streich ich über
den zarten Flügelrand,
zum Fliegen ihn zu bewegen.
Wenn er die Flügel breitet,
seh ich die rosa Orchidee.
Wie dschungelfeucht sie duftet
aus tiefem Blütengrund.
Es glänzt ihr Nass,
das meine Lippen so gern kosten
von deinem andern Lippenpaar.

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Die Silberpappel

Wenn der Wind kommt,
will er zur Silberpappel.
Ihre Blätter kämmt er,
dass sie rauschen.
Still steht sie im Regen.

Wenn du kommst, Geliebter,
kühlt schattend das Laub.
Watte von Pappelsamen
beschneit die Erde.
Weiße Schleier wehn überm See.

Wenn du bei mir bist,
will ich mit dir baden.
Sieh mir zu, Geliebter,
wenn ich nackt ins Wasser wate,
umhüllt von Pappelflaum.

Nach dem unvollendeten
altägyptischen Liebeslied
„Wenn der Wind kommt,
dann will er zur Sykomore,

wenn du kommst“
aus dem Papyrus Anastasi II

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Die Unnennbare

Es macht nichts, wenn sie sich,
während ich dich ausziehe,
im Venusbusch versteckt.
Eh eine Viertelstunde vergangen,
liegst du auf dem Rücken,
spreizt verlangend die Beine,
bietest sie mir feil.
Ihr Genuss ist unvergleichlich,
wenn sie so saftig ist wie deine.
Du magst, wie viele Frauen,
den Namen nicht, mit dem
ich sie gern bezeichne.
Dabei ist er im Deutschen
lange schon gebräuchlich.
Und treffend sie so genannt,
von vorn besehen,
wie auch von hinten.
Doch magst du sehr,
wenn ich sie streichle, küsse,
und noch anderes mit ihr tue.
Magst du ihren derben Namen
auch nicht gerne hören,
so sag ich doch:
Gerade jetzt prangt sie
reif duftend in deinem Garten,
prall und blau am Baume.

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Die weiße Hose

Diese weiße Hose, luftig,
von vorn, bei Sonnengegenlicht.
Ich seh darin die bloßen
Beine, den blauen Minislip.
Und wenn der Wind jetzt
sie an deinen Körper schmiegt:
Als wärst du nackt.
Die durchsichtige weiße Bluse,
der zartblaue BH. Jetzt blitzt
der Bauch. Wo nur steht dein Bett,
zu genießen deine Schönheit,
wie ich lange keine sah?
Du gehst vorbei. Die Augen
in die Ferne gerichtet.
Nur dein praller Hintern
würdigt mich eines Blicks.

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Die Wildgans

Oktobernacht.
Der Wildgans rauher Schrei.
Auf dem Bett im Mondlicht
gebreiteter Schenkel
Schwingenschlag.

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donna gravida

Schwerer sind nun deine Brüste.
Üppiger deine Schenkel.
Breiter als vorher dein Hintern.
Dein Bauch wölbt sich immer mehr.
Zärtlicher lieben wir uns jetzt
und vorsichtiger. Zu dritt.

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Du schenkst mir

Du schenkst mir
deinen herrlichen Körper
und bittest, dabei
gefälligst zu beachten, dass
du auch Geist und Seele hast.
Liebste, zeigt nicht schon
das Beben deines Körpers
unter meinem, der Genuss
des Vögelns durch mich,
wes Geistes Kind du bist?
Nur der beseelte Körper
einer Frau entflammt
so wie deiner. Sonst wär er
doch wie bei einer schönen
Schaufensterpuppe kühl.

Schon öfter hatte ich
eine reizvolle Frau,
doch tat ich es mit noch
keiner, die dabei so geistvoll
genusssüchtig ist wie jetzt du.

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Durst

Sommernachtsfrau.
Trockene Lippen.
Feuchte Lippen.
Beide so durstig.

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Ein Anderer

Du bist jetzt
bei dem anderen Mann.
Dich halten zu wollen
war vergebens.
Nachts lieg ich allein
und kann nicht schlafen.
Ich vermisse deine
vertraute Nähe.
In Gedanken hör ich dich
einem andern
Liebesworte flüstern.
Ich seh andere Lippen
deine vollen küssen.
Andere Hände streicheln
deine weichen Brüste.
Unter einem anderen Mann
seh ich dich beben,
hör ich dich stöhnen.
Warum kam dies so?

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Entdeckung

Dich entdecke ich, hilflos gestrandet
am Gestade eines fremden Landes.

Blicke wecken mich am Morgen
aus seltsamen Augen.
Einmal huschen sie eidechsengrün.
Dann leuchten sie taubenblau.
Dein nachtschwarzes Haar
fließt in das Meer.
Glänzende Fische spielen darin.

Auf deinen Lippen fruchten
Bäume voll roter Äpfel.
Drei pflück ich mir für den Weg.
Thymian und Rosmarin duften
in deinen Achselgruben.
Zwei schneeweiße Hügel,
bewohnt von Möwen,
umrunde ich am Vormittag.

Und ess den ersten Apfel.

Dotterblumengelb blühen
die Wiesen deines Leibes
in der Mittagssonne.
An den Abhängen der Hüften
weiden Herden brauner Ziegen.
Den Berg hinunter
wate ich in Bächen
mit perlmuttfarbenem Grund.

Und ess den zweiten Apfel.

Oliv dunkelt das Schattental
deiner Schenkel am Abend.
Zur Nacht ruhe ich
im Feigengebüsch der Schlucht.
Morgens sitze ich
auf der Klippe deines kleinen Zehs,
lau umfächelt vom Wind.

Und ess den dritten Apfel.

So die Schätze dieser Insel preisend,
hoff ich, sie möge eingezeichnet sein
in keiner Landkarte der Welt.

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Erinnerung, b-Moll

Die Vorstadtkneipe beim Bahnhof
am Rand der großen Stadt.
Ein schwüler Juliabend.
Draußen an der Hausecke
stinkt es nach Urin.
Hier drinnen nach
Zigarettenqualm und Frittenöl.

Du bringst mir Bockwurst mit
Senf und trockenem Brötchen,
ein großes Glas Bier.
Und den Anblick deiner Brüste,
als du dich zu mir beugst.
Frei pendeln sie in blauer Bluse.
Du duftest nach Veilchenparfüm.

Ein ums andere Glas bitteres Bier
stellst du lächelnd vor mir
auf den zerkratzten Tisch.
Als ich schließlich zahle,
schenkst du mir
einen letzten Blick in deine Bluse
auf den nackten Bauch.

Wär es nicht gar so bitter gewesen,
das Bier,
und hätt ich nicht weiter gemusst
mit dem Zug,
ich wäre gern geblieben
bis zum Feierabend.
Wegen dir.

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Erkenntnis

Du junger Mann,
der meine Güter
liebt und ehrt
mit ungestümer Kraft.

Voll Dankbarkeit
will ich dir alles zeigen,
was ich im Bette und
an andern Orten kann.

Irgendwann,
vielleicht schon bald,
wie wird mir sein
in jenen Nächten,
wirst du dich wieder
zu jüngern Frauen kehren
und, mich vergessend,
sie beglückend beschlafen,
wie ich´s dir beigebracht.

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Erwartung

Deine ruhlosen Augen
verfolgen mich.
Deine schmeichelnden Blicke
fassen mich an
und ziehen mich aus.
Ich brenne.
Nicht vor Scham.
Ich weiß nicht,
ob ich dir
noch lang widerstehen kann.
Ich spüre,
es geschieht bald.
Aber wann?

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Es muss nicht

Es muss nicht gleich Liebe sein,
wenn wir miteinander schlafen.
Auch Freunde können einander
im Bett Lust bereiten.
Wenn ein schöner Garten
zu verdorren droht,
sollte jeder ihn wässern wollen,
dem er gefällt.

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Fass mich an

Liebste, fass mich an,
wo ich am erregbarsten bin.
Lass ihn in deiner Hand
zu voller Größe wachsen.
Nimm ihn in den Mund.
Auch das mag er sehr.
Du weißt: So nass tut
er deiner Möse gut.
Und wenn die nun
eilig nach ihm verlangt,
nenn ihn nicht Penis, Glied,
als wärest du ein Anatom.
Sag einfach: Ich will jetzt
in mir deinen Schwanz.

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Feder und Frau

Geschmeidig und mit Wohlbehagen
schreibt weich die glänzende Feder,
jede Dehnung, Biegung, Verdrehung
des Wortes wendig vollführend.
Wie eine Frau mit geschlossenen Augen
genussvoll jeden Stoß empfängt,
den Körper windend, den Schoß zitternd
hebend und senkend. Vor Lust schreiend,
wenn es machtvoll aus ihr drängt.

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Genug gesehn

Wir sitzen uns gegenüber.
Warm ist es hier im Gastraum.
Du öffnest noch einen Knopf
deiner blauseidenen Bluse,
beugst dich nach vorn,
studierst die Speisekarte.
So kann ich lange
in deinen Ausschnitt schaun.
Wie sind deine Brüste schön.
Du lehnst dich zurück,
bemerkst meinen Blick.
Erst nach einiger Zeit
lächelst du plötzlich
und fragst ganz beiläufig: Na,
hast du vorhin genug gesehn?

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Glocken

Deine Brüste
sind schön wie Glocken.
Befreie ich sie vom BH,
läuten sie bald Sturm.
Tun sie es nur für mich
mag ich dies hörn.
Ich liebe ihr
schwingendes Läuten.
Sei es bei dir
zuhause im Bett,
du über mir,
oder auch in Gedanken
von fern.

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Hoffnung

Wir haben wohl
etwas zu lange
einander tief
in die Augen gesehn.
Ich bemerke die Beeren
deiner erregten Brüste.
So säst du Hoffnung
in meine Begierde.
Jetzt suchen uns beide
schlaflose Nächte heim.

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Im Ginstergold

Die kleine Bahnstation
hinterm Kiefernwald, im Juni.
Nur ich stieg aus dem Zug.
Du standest wartend
neben der Straße zum Dorf.
Bis zum blühenden Ginster
auf dem Hang
kamen wir noch.
Zwischen den Büschen
fielen wir ausgehungert
übereinander her.
Wie gut lag es sich danach
nackt in der Sonne, umbrummt
von geschäftigen Hummeln.
Beim Aufbruch schimmerte
dein schwarzes Schamhaar
goldgepudert.

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Im Joch

Füge dich in das Joch
meiner Schenkel, wenn sie
deine Lenden umspannen.
Füll mich ganz aus.
Fall in leichten Trab.
Stürm im Galopp
mit mir davon:
Stöhnen und Schreien.
Wenn wir erschöpft
innehalten: Hecheln
nach Luft. Schweigen.
Auf den Körpern
perlt Schweiß.

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In deinem Büro

Gern sitz ich
am Doppelschreibtisch
für eine Viertelstunde
dir gegenüber und sehe
beim Arbeiten zu.
Du beugst dich
über deine Papiere.
Im Ausschnitt des Tops
schaukeln sacht
unter dem BH
zwei süße reife Birnen.
Wie draußen am Baum.
Du hebst den Blick.
Ich schau dir ganz
unschuldig in die großen
graublauen Augen.
Die sind genauso schön.

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Inniges Vögeln

Schön ist dies Vögeln
mit dir, langsam,
ohne Ziel.
Genuss einander schenkend.
Dies wundersame Spiel.
Frage und Antwort
liebender Körper.
Leises und lautes Stöhnen.
Wir köcheln beständig
die Lust auf kleinem Feuer.
So treiben wir hin.
Plötzlich schlagen
die Flammen höher.
Brodelnd kocht es
in deinem Schoß.
Unsere Körper krallen
sich aneinander.
Du empfängst
den letzten Stoß.
Und läufst über vor Lust.

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Jasmin und Holunderbusch

Ich wollte bei der
unterm Jasminbusch schlafen,
nicht achtend den betäubenden
schmetterlingslockenden Duft.

Ich sollte immer bei der
unterm kühlen Holunder schlafen.
Doch fiebere ich so sehr
nach jener gefährlichem Duft.

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Junge Frau im Zug nach N.

Auf dem Bahnsteig fällst du auf
an diesem Novemberabend.
Schlanke Beine in lila Strümpfen
und hohen Stiefeln.
Kürzer kann ein Rock kaum sein.
Die Jacke mit breitem Kragen,
große Schleife in der Taille,
bedeckt ihn ganz.
Lange blonde Haare
umrahmen das ovale Gesicht
mit betonten Wangenknochen.

Du steigst als Letzte ein.
Und nur noch zwei Plätze
mir gegenüber sind frei.
Genug Platz für Beutel und Taschen.
Die große Reisetasche
hältst du auf dem Schoß:
der kurze Rock.
Ich hätte bis sonst wohin gesehn.
Aber so schöne Augen
sah ich noch nie.
Grün leuchten sie
aus porzellanem Weiß.

Schöne,
du hast ein Problem mit meinen Blicken.
Angestrengt siehst du aus dem Fenster
in die Dunkelheit.
Leicht beben deine Nasenflügel.
Wie die Nüstern einer nervösen Stute.
So starren wir beide schweigend hinaus.
Erschreckt und verwundert.
Einer in des Anderen Spiegelbild.

Im Bahnhofstunnel
trennen sich unsere Wege.
Ich geh nach Haus.
Du stöckelst zum Zug nach Szczecin.
Der Polin Reiz ist unerreicht.

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Körper einer fruchtbaren Venus

Über der vom Busch bewachsenen Höhle,
aus olivenen Schatten der Schenkel steigend,
spannt sich wie gemeißelt dein weißer Leib
bis zu den goldumrandeten Hügeln der Brüste.
Die Narbenstreifen deines üppigen Schoßes
schmücken Perlmuttschuppen, wie Kiesel
glitzernd am Grunde schneller klarer Bäche.
Körper einer Venus, die schon einmal gebar.

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Küsse

Tag und Nacht
träumte ich davon,
dich zu küssen,
jetzt, wo ich bei dir bin.

Deinen Mund,
bis deine Zunge
müde ist
vom Spiel mit meiner.

Deine Brüste,
bis ihre Knospen
fast wund sind
von meinen Lippen.

Deine saftige Frucht
zwischen den Beinen.
Mein Bart bewahrt
noch ihren Duft,
meine Zunge noch
ihren Geschmack,
wenn du mich erschöpft
bittest zu gehen.

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Loblied einer ungeduldigen Herbergswirtin
auf einen vorbeikommenden Wandersmann
(F-Dur, presto)

Ich mag dich fremden Gast
mit festem Fleisch,
wenn du mit deinem Stecken
klopfend vor meiner Pforte stehst
und, steck ich den Schlüssel ins Loch,
mich nicht lange fragst,
wie denn das Zimmer sei,
das ich dir geben will,
sondern es gleich belegst.
Du magst es dir selber richten,
damit es gut darin dir geht.
Wird es nur reichlich
wässernd gesprengt,
staubt es auch nicht,
wenn du es kräftig fegst.
Das ist mir wichtig.
Die Behausung miss du nur gründlich
mit großem Besen aus.
Lass dir dabei Zeit.
Und hernach besorge mir
mit gleichem Eifer
das ganze übrige Haus.

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Mittsommernacht

Gewitterregen prasselt
ans Schlafzimmerfenster.
Deine Hand findet
im Dunkeln meine.

Weißt du noch: damals
die Wanderhütte am See?
Zwei Stunden tobte
über uns das Gewitter.
Wir liebten einander nackt.
Und froren nicht.
Spiegelglatt lag danach
im Mondlicht der See.
Herrlich das Baden
im warmen Wasser.

Du schlüpfst
unter meine Decke.
Dein nackter Körper
drängt gegen meinen.

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Nach dem Bad

Nach dem Bad im See.
Das schwarze Vlies deines Deltas
in der Sonne. Wassertropfen
im gekräuselten Schamhaar.
Glitzernd wie Diamanten.

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Nackt

Als wir uns voreinander ausziehn,
bei diesem ersten Mal,
tust du es ohne Scheu,
so ganz natürlich.
Wie wenn du selber wüsstest:
Nacktheit ist dein schönstes Kleid.

Die kleinen weißen Brüste
bekrönt von Waldhimbeeren.
Die schlanken Hüften, Schenkel.
Dein sanft gewölbter Venushügel
mit dem blonden Vlies.
Die hellen Halbmonde
deiner festen Hinterbacken.

Nackt stehn wir einander gegenüber.
Meine Erregung siehst du mir an.
Du schweigst. Deine Augen fragen:
So sehr begehrst du mich?
Ich umarme, küsse dich wild.
Und denke, hingerissen: ja!

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Neugier

Freundin, du fragst:

Warum siehst du
anderen Frauen hinterher
und wärst mit mancher
gern im Bett?
Mann kann doch
mit nur einer Frau im Leben
alle Genüsse,
die körperliche Liebe
bereithält, kosten.

Ich antworte:

Das kannst du
wohl nicht verstehen.
Neugier ist des Menschen
Grundeigenschaft.
Etwas Neues beginnen
hat, auch in der Liebe,
seinen eigenen Reiz.
Und schließlich: Männer sind
besonders neugierige Wesen.

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Nimm mich

Wie lang schon ersehne ich
diese erste Nacht mit dir.
Meine Schenkel spreize ich jetzt.
Umspanne deine Lenden
und lasse dich nicht mehr los.
So nass ist für dich mein Schoß.
Oh, nimm mich, Geliebter.
Wild. Stoße mich. Stoß!

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Offenbarung

Du streifst
den Slip herunter.
Und offenbarst mir
dein Geheimnis.
Auch hier schmückt
dich rotes Haar.
Wird nun die Legende
von den Vorzügen
rothaariger Frauen
für mich
vielleicht wahr?

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Plötzlicher Sommerregen

Nackt stehst du
mit erhobenen Armen
und geschlossenen Augen
im prasselnden Regen.

Die kleinen Brüste
umströmt das Wasser,
fließt über den Bauch
ins blonde Schamhaar.

Im Sonnenschein
schmücken Wassertropfen
dein dicht gelocktes Vlies
wie funkelndes Geschmeide.

Aphrodite vom Ostseestrand.

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Ratschlag

Redebegabt wie ihre Zungen
sind Mannes Schwanz und Weibes Schoß.
Man fragt doch nicht nach jedem tiefen Stoß:
Liebst du mich auch wirklich und für immer?
Fühlt ihr nicht dies wunderschöne Spiel,
Frage und Antwort liebender Körper,
helfen euch auch tausend Schwüre nicht.

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Scheu lächelst du
Nu couché

Auf dem Bett.
Du lächelst scheu.
Als zeigtest du
zum ersten Male dich
nackt einem Mann.
Die festen Beeren der Brüste
verraten deine Erregung.
Öffne die Schenkel.
Wie sehr ersehne ich
das Erschauern deines Leibes
und wollüstiges Stöhnen.

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Sieben Tage nicht

Mein Liebster
darf seinen stolzen Hengst
sieben Tage nicht führen
In meinen warmen Stall.
Ich will ihn draußen
streicheln und striegeln,
wieder und immer wieder,
bis er mir geleckt hat
meine Hand.

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Sommerfrühstück

Nackt auf dem Balkon.
Starker Kaffee. Französisch.
Brötchen mit Butter
und Lindenblütenhonig.
Goldgelb tropft er
dir auf die Brüste,
rinnt in den Bauchnabel,
weiter zum Schoß.
Süßer Honigfluss am Morgen.
Sündig beginnt der Tag.

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Spröde

Spröde lässt du dich von mir küssen.
Erst beim siebten Kuss öffnet
sich meiner Zunge dein Mund.
Dann aber züngelst du geschickt.

Spröde zeigen sich deine Brüste.
Erst beim siebten Streicheln
vertrauen sie meiner Hand.
Dann sind die rosa Knospen prall.

Spröde lässt dein Schoß geschehn,
was ihm von der Natur bestimmt.
Siebenmal muss ich ihn stoßen.
Dann erst ist er lichterloh entflammt.

Spröde, Liebste, sollst du sein
gegen jeden andern Mann.
Doch bei mir, ich bitte dich,
lass es morgen nicht erst wieder
dauern diese siebenmal.

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Stürmischer Empfang

Kaum den Koffer abgestellt
im Flur deiner Wohnung,
ich rieche frisch gebrühten Kaffee,
überfällt mich dein Kuss.
Raubt mir die Luft.
Du öffnest meine Bluse.
Dann den BH. Befreist
die Brüste. Umfasst sie.
Beißt in die steifen Spitzen.
Lust durchzuckt mich
bis tief in den Schoß.
Deine Hände gleiten
unter den Rock. In den Slip.
Du spürst meine Nässe. Stöhnst.
Ich hebe den Rock.
Und spreize die Beine.

Danach trinken wir
den kalten Kaffee und du zeigst
mir das Bett, in dem wir
von heute an schlafen.

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Trockener Mund

Der Wind formt
in der Bluse
deine großen Brüste ab.
Und wenn du dich drehst,
seh ich den schönen
breiten Hintern
in enger Hose.
Mein Mund wird trocken
vor wilder Begierde.

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Unnötige Eifersucht

Sei doch nicht eifersüchtig,
bittest du:
Niemand nimmt mich dir weg.
Ich bleibe dir erhalten,
geh weiter in Liebe mit dir.

Ja, ich weiß, Liebste:
Wenn dich auch
ein anderer genießt
außer mir
und du ihn,
macht dies uns beide
deshalb nicht unglücklich.

Und schließlich, ich lächle:
Diese begehrten gewissen
Körperteile werden nicht
schlechter bei anderm Gebrauch.
Sondern nur besser.

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Unvergesslich

Dieser Tag im Juni.
Dein Erschauern
beim ersten Griff
an die Brüste.
Dies Zusammenzucken:
meine Hand zwischen
deinen Schenkeln.
Zweiärschehoch stand
das Gras, als wir
in die Wiese gingen.
Den Bauern wunderte
bei der ersten Mahd
sicher die Fehlstelle nicht.

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Unzüchtige Verse

Rümpfe nicht die Nase, Liebe,
über meine derben Verse.
Im Bette hast du es
sicher nicht nur zärtlich gern.
Warum jedoch ist es dir dann
im Geistigen kein Genuss?

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Verlangen

Deine Zunge in meinem Mund.
Als erkunde sie fremdes Gelände.
Mein Mund bittet: Komm wieder.

In deinen zärtlichen Händen
wachsen meine Brüste.
Sie rufen: Wähle den Pfad im Tal.

Mein Bauch bebt
unter deiner wandernden Hand.
Er rät dir: Diesen Weg geh weiter.

Deinen drängenden Fingern
öffnet sich weit mein Schenkeltor.
Es fordert von dir: Hier bleibe.

Für die Tür meines Hauses
brauchst du keinen Schlüssel.
Mein Geschlecht verlangt offen
nach deinem: Bewohne mich.

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Verloren?

In jungen Jahren
versicherten uns die Alten,
habe eine Frau erst
die Hand eines Mannes
zwischen den Schenkeln,
sei sie verloren.
Wieso verloren?

Süßer Augenblick
der Vorfreude,
wenn mein Finger
deine Spalte streichelt,
ihre Nässe
meine Hand benetzt,
ich spüre: Du willst es.
Jetzt.
Nur wenig Zeit
trennt uns noch davon,
zum ersten Mal
miteinander zu vögeln.

Sicher:
Du verlierst
dich voll Wollust an mich
wie ich mich an dich.
So gewinnen wir einander.
Wer redet denn da von
Verlust?

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Verzauberte Schlange

Die schlafende Schlange.
Meine Hand verzaubert sie
in einen starken Speer.
Der stößt mich tief in die Mitte
und verletzt mich doch nicht.
Aus der Höhlung gleitet
die ermattete Schlange.

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Vogelnest

Dein Beinpaar.
Zwei hohe schlanke Säulen.
Und obenauf ein Vogelnest.

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Vom Spreizen der Beine

Oh, wie lang schon erhofft
dies lässige Spreizen der Beine.
Deutlicher kann keine Geste
der begehrten Frau sein.

Einladend ins Schenkeltal,
zu stillen diese zügellose Lust,
den dazu längst bereiten,
so sehr begehrten Mann.

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Vor dem Spiegel

Nackt stehst du
vor dem Wandspiegel.
Ich trete hinter dich.
Mein Arm stützt
deine schweren Brüste.
Die andere Hand
liegt im üppigen Schoß.
Wir sehen unser Spiegelbild,
spüren einander.
Verlangen flammt auf.
Wir schließen die Augen.

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warum nicht

warum nicht geschehen lassen
was die körper zueinander treibt
warum denn verhindern dies
gegenseitige schenken von lust
wie die pappel dem sturm
sich hingibt den regen trinkt
wie pferde auf der weide
ohne trensen und zügel dies tun
wie der fluss in der landschaft
mäandert ohne deiche
ungehemmt und ungestüm
sich ergießt ins gesuchte meer
warum nicht ungezügelte lust
aneinander zulassen ehe beide
sie ungestillt sehnend verbrennt
warum nicht geschehen lassen

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Was er nicht wissen soll

Er soll nicht wissen,
dass ich nicht schlafen kann,
wenn ich nachts immerzu an ihn denke.

Er soll nicht wissen,
dass ich traurig werde,
wenn Frauen ihn lachend umringen.

Er soll nicht wissen,
dass mir die Stimme stockt,
wenn er mich eines Tages anspricht.

Er soll nicht wissen,
dass mein ganzer Körper zittert,
wenn er mich irgendwann küsst und umarmt.

Er soll nicht wissen,
dass ich feucht zwischen den Beinen bin,
wenn ich wünsche, er möge mich dort berühren.

Das alles soll er nicht wissen.

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Was er wissen soll

Er soll wissen,
dass ich nicht einfach so mit ihm gehe,
nur weil mein Blick
an seinen Augen, Lippen hängt,
wenn er mit mir spricht.

Er soll wissen,
dass ich mich nicht einfach so hinlege,
nur weil ich zittere,
an meinem ganzen Körper,
wenn er mich berührt.

Er soll wissen,
dass ich nicht einfach so bei ihm bleibe,
nur weil schon beim ersten Mal
mit ihm ich so sehr komme,
wenn er mich gut vögelt.

Er soll wissen,
dass ich einfach ganz von selber gehe,
sollte ich irgendwann spüren,
er will mich wohl nicht mehr,
wenn er oft wegbleibt.

Er soll wissen,
dass ich nie zu ihm zurückkehren werde,
nur weil ich glauben könnte,
es würde noch gut mit uns,
wenn ich einmal gegangen bin.

Das alles soll er wissen.

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Weiß und schwarz

Mittsommernacht,
bei offenem Fenster.

Deine Brüste
blühn im Mondschein
weiß.

Schwarz
wartet im Schatten
dein Schoß.

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Wenn

Wenn meine Hände
deinen Hintern umspannen,
versammelt sich alles
Denken und Fühlen
in den Fingerspitzen.
Wenn meine sehenden Hände
deine Pobacken streicheln,
ihre Rundungen nachformen
und ein Finger die Kerbe
zwischen ihnen entlangfährt,
ist ihnen bewusst, es trennt sie
nur ein Stück Stoff
von deinem nackten Fleisch.
Und sie wünschen sich,
du stündest noch heute
ohne die hautenge Hose vor mir.

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Wilde Minze

Dieser heiße Julitag.
Mit gebirgehohem Himmel,
unbeschreiblich blau.
Flirrende Luft.
Wie zufällig treffen wir uns.
Queren gemeinsam das Wiesental.
An der kleinen Brücke
waten wir im kühlen Bach
voller Stichlinge.
Sind urplötzlich nackt. Im Paradies.
Du gibst dich mir. Ich nehme dich.
Ohne Besinnen.
Wir liegen in wilder Minze.

Im Wald vorm Dorf trennen
sich unsere Wege.
Du gehst zu deinem Mann.
Ich geh zu meiner Frau.

Heute Nacht liege
ich einsam wach.
So viele Jahre schon
sahen wir uns nicht.
Draußen schneit es seit Stunden.
Und plötzlich
schwebt im Zimmer der Duft
von deinem Minze-Schoß.

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Wunderbar

Oh, wie wunderbar
dies Öffnen
deiner Schenkel für mich.
Du ahnst nicht,
wie schön das ist.
Diese Aufforderung
zum Begatten.
Wer wollte da sich entsagen
dir Gutes zu tun.
Mach mich glücklich,
ich mach dich froh.
Und liegen wir dann erschöpft
nebeneinander im Bett,
weiß ich: Den du gerade so sehr
liebtest, schickst du nicht vor
morgen früh nach Haus.

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Zärtlichkeit

Können Blicke einander berühren,
sich miteinander verschlingen,
frage ich mich, wenn ich in deine
Augen sehe, tief bis zum Grund.

Meine Hand liegt wartend
auf dem Tisch, der uns trennt,
deine legt sich zögernd dazu
ohne doch meine zu berühren.

Als fürchtest du ein bisschen,
dich nun in etwas zu ergeben,
was dir noch nicht bewusst war,
als du vorhin regennass kamst.

Wir trinken beide roten Wein.
Deine Lippen glänzen feucht.
Ich kann mich nicht beherrschen,
geh um den Tisch, küsse dich zart.

Du stehst auf, lehnst dich an mich.
Durch den Stoff des Kleides
spüre ich deine kleinen Brüste
drängen gegen meine Brust.

Und in einem tiefen Kuss versunken,
mit geschlossenen Augen wir beide,
alles um uns vergessend, duldest du
auch meine Hände auf deinem Po.