Liebesgedichte

Als wir uns trennten

Als wir uns doch trennten,
sagtest du zum Schluss:
Und trotzdem war es schön.

Unten vor deinem Haus
sah ich nach oben.
Du standest nicht wie sonst
am offenen Fenster.

Nur die weiße Gardine
blähte sich plötzlich
und winkte mir, wild
im Winde flatternd, nach.

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angst zu lieben

ich habe angst dich zu lieben

der letzte mann vor dir
enttäuschte mich tief
ihm folgte ich fand
mich nicht wieder
war anders als vorher
nicht mehr ich nicht gut

alles an dir mag ich so
begann es auch damals
würdest du offensichtliche
fehler besitzen müsste ich
nicht fürchten dir ganz
und gar zu verfallen

ich habe angst dich zu lieben

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Aprilbeginn

Die Birken tragen
zartgrüne Schleier.
Rot treiben Pappelblüten aus.
Ganz oben im Baum
genießt eine Elster
die wärmende Sonne.
Ich müsste mich freuen…
Und denk doch bedrückt
an die trauernde Freundin,
die vor einem Jahr
um diese Zeit
ihren Mann verlor.

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Arglos

Arglos ist deine Liebe,
wie ein Kind, das im Grase liegt,
in den Himmel sieht und träumt
mit silbernen Wolken zu ziehn.

Als hättest du wirklich keine Angst,
unterwegs die Liebe zu verlieren,
wie ein Kind, dass in der hohlen Hand
Waldhimbeeren nach Hause bringt.

Arglos ist deine Liebe.
Da du der deinen wohl sicher bist,
fragst du nicht nach der Beständigkeit
der meinen. Arglos wie ein Kind.

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belagerung

ich bestürme dich
wie eine festung
die sich verteidigt
gegen meine liebe
immer neue mittel
setze ich ein
dich zu erobern
weil du mir mehr bedeutest
als nur den sieg
über deine zweifel
es ist keine niederlage
wenn du die weiße
fahne hisst werde ich
alle meine waffen
niederlegen und dich
lieben

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Bittermandelduft

Die winzige Bucht
in den Felsen.
Platz für zwei Körper.
Die Quelle,
dem Berg entspringend.
Kaskaden
von rotem Oleander.
Bittermandelduft.
Du und ich:
Zwei silberne Fische,
spielend im Meer.

Als müssten wir uns nicht
schon morgen trennen.

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dammbruch

ich habe einen damm errichtet
gegen deine liebe
damit mich die flut nicht verschlingt
was mich an dir verstört und
meine bedenken gegen diese liebe
alles habe ich aufgetürmt vor mir
nicht schwach zu werden
gegen dich und deine liebe
jetzt sehe ich das wasser
an so vielen stellen
den damm durchdringen
weiß mir nicht zu helfen
zögernd warte ich
was geschieht

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Der Betrunkene mit der Rose

Jeden Tag
bricht der Betrunkene
eine rote Rose
in den städtischen Anlagen.

Stelzbeinig
steigt er in den Bus.
Setzt sich, die Mütze
ins Gesicht geschoben,
und dreht die Rose
zwischen den Fingern.
Die Leute lachen über ihn.
Dann steigt er aus.
Geht zum schon lang
bekannten Haus
und steckt die Rose
in den Briefkastenschlitz.

Sie kommt spät,
fasst die welke Rose
mit spitzen Fingern
und wirft sie beiseite.
Jeden Abend.

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Der Knopf

Als wir uns vormittags trafen,
konnte ich meinen Blick
nicht abwenden
von deinen schönen Augen.

Beim Abschied bemerkte ich
den losen Knopf
an deinem Jackenärmel.
Und mich rührte, dass dir dies
als Frau passierte.

So dachte ich
den ganzen Nachmittag
an deine Augen
und sorgte mich, dass du
den Knopf nicht verlierst.

Denn es ist ein schöner Knopf
an der schönen Jacke
einer schönen Frau.

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Der Kuss

Dieser Kuss überraschte
dich sichtlich.
Du stehst starr,
siehst mich verwirrt an.
Unter heftigem Atmen
hebt und senkt sich die Brust.
Schnell küss ich dich erneut.
Jetzt lehnst du dich an mich.
Ohne noch lang zu überlegen.

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Die Vogelkirsche

Heute sehen wir uns
unter der Wildkirsche.

Du presst dich an den Stamm,
als wolltest du nicht nur mit mir,
auch mit ihm verwachsen.
Deine Küsse,
gestohlen einem anderen,
schmecken bittersüß.
Wie die roten Kirschen
über uns am Baum.

Trotzdem lieben Vögel sie.

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Du schenktest mir

Du schenktest mir
einen roten Rosenstrauß.
Was lange niemand tat.
Ich stellte ihn aufs Fensterbrett.
So schaut er für mich hinaus.
Als warte ich, du kämst
recht bald wieder vorbei.

Ich seh den schönen Strauß
oft am Tage an, voll Bangen,
es könnten die Rosen verblühn.

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Erinnerung

Er ging fort.

Alle seine Sachen
habe ich vor die Tür gestellt.
Alle Fotos von uns
habe ich verbrannt.
Alle meine Namen für ihn
und seine Namen für mich
habe ich für immer vergessen.
Nichts mehr erinnert an ihn.

Heute fand ich
ein zerknülltes Hemd
von ihm.

Und habe mein Gesicht
in seinem Geruch vergraben.

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es ist was

es ist was zwischen ihnen
man sieht es ihnen an
die lange verweilenden blicke
wie zufälligen berührungen
einander spiegelnden gesten
im verharrenden schweigen
zueinander strebenden körper
es ist was zwischen ihnen

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Februarabend

Nebeldunst. Nach plötzlich tauendem Frost.
Nur mühsam durchdrungen vom flackernden Licht
der Straßenlaternen: dichtes Schneetreiben jetzt.
Und du so fern von mir, im Warmen.

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Ferienliebe

Auf dem Gehweg
komme ich angeradelt.
Mit ausgebreiteten Armen
stoppst du meine Fahrt.
Ich schreie auf.
Das Fahrrad legst du
auf den Rasen
und umarmst mich.
Alle Leute ringsum
sehen zu.
Ich lege meinen Kopf
an deine Brust.
Du hebst mein Kinn
und küsst mich zärtlich.
Schnell radle ich davon.

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Frage

An diesem Tag im Juli.
Wir standen im Schatten
der kleinen Platane.
Gelehnt
an den Stamm
sahst du mich
unverwandt an.
In deinen Augen
las ich die
unausgesprochene Frage.

Warum dehnten wir
das Gespräch?

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fürchte dich nicht

wehre dich nicht gegen die liebe
wenn sie denn kommt
du weißt nicht wann einmal wieder
du ihr begegnest es könnte
das letzte mal sein dass sie dich trifft
fürchte dich nicht vor der liebe
wehre dich nicht

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Gansäugige

Blauäugige, du.
Dein wachsamer Blick mahnt:
Verletze mich nicht.
Du Wildgans mit rauher Stimme.
Die sagt: Ich folge dir. Aber nur
frei, selbstbestimmt.
Und warnt: Enttäuschst du mich,
fliege ich fort und komme
nie wieder.
Ich sehe dir in die Augen
und weiß: Du meinst es
wirklich so.

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heute

heute bin ich bei dir
morgen bei ihm
und übermorgen allein
zuhause
ihr müsst einander nicht
überbieten in eurer liebe
zu mir
ich will mich nicht entscheiden
zwischen euch
darf eine frau denn nicht
zwei männer lieben

heute bin ich bei dir

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Ich möchte

Ich möchte mich wieder
einmal verlieben können
nach langer Zeit,
wo ich es nicht tat.
Ich möchte mich wieder
einmal verlieben dürfen:
nur in dich.
Dir tief in die Augen schaun.
Und hoffen, dein Blick
hält meinem Blicke stand.
Wenn wir so ineinander
versinken, wird Liebe möglich.

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Ich schrieb dir

Ich schrieb dir viele Lieder.
Sie trafen nicht dein Herz.
Nun irren sie
heimatlos umher.
Womöglich finden sie
eine Frau,
die sie mag,
ohne mich zu kennen.
Und die mich
gern kennen würde.
Aber nie treffen wird.

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ich wollte nicht

ich wollte dich nicht lieben
weil du einer anderen gehörst
ich nicht stehle

du sagtest
dein herz sei groß genug
zwei frauen zu lieben
kein verbrechen

ich wollte auch nicht teilen

jetzt dulde ich deinen kuss
erwidere ihn sogar

und ich wollte dich doch
nicht lieben

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Im Regen

Gestern Abend saß ich
im Buswartehäuschen.
Ein Gewitter grollte
über der Stadt.
Die Lichter der Autos tanzten
über die nasse Straße.
Plötzlich sehnte ich
mich nach dir.
Wünschte, du sitzt
neben mir, wir halten
einander an den Händen,
du legst den Kopf
auf meine Schulter,
wir sehen in den Regen.
Und ich weiß doch:
Es wird nie geschehn.

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Kein Zweifel

Kein Zweifel, dein Zauber schwindet.
Süß wie Flieder, der verblüht.
Ich warte nicht mehr
täglich auf Post von dir
und schreib dir nicht mehr
jeden Tag lange Briefe.
Doch bleib ich dir für immer
verbunden, in tiefer Freundschaft treu.

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Mädchenspiel

Als du heute
früh gegangen warst,
spielte ich
ein altes Mädchenspiel.

Am Teich hinterm Dorf
brach ich
einen Weidenzweig.
Zupfte die Blätter:
Er liebt mich.
Er liebt mich nicht.
Er liebt mich…

Er liebt mich nicht.
Er liebt mich.
Er liebt mich nicht.

Und brach
den nächsten Zweig.

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nähere dich besser nicht

du solltest meinen worten
nicht trauen sie lügen
und verschweigen sagen
die wahrheit oft nicht

auch meine gesten täuschen
versuche nicht sie zu deuten
einmal beherrsche ich mich
ein andermal nicht

ich bin wie ein leuchtturm
der unzuverlässig blinkt
du könntest an der küste sicher
landen auch zerschellen

ich bin wie trockener zunder
so leicht entflammbar
das feuer könnte uns wärmen
beide auch verbrennen

so müsste ich dich warnen
doch tue ich es nicht

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Nein

Du sagst: nein.
Und ich frage mich:
Ist das nicht doch ein:
vielleicht ja?
Wäre es nicht besser,
du sagtest:
Nein, ich kann dich
nie lieben.
Deine Nase ist
einfach zu groß.
Aber heute, im Zeitalter
von Schönheitsoperationen,
wäre dies keine kluge Antwort.

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Novembernacht

Novembernacht.
In der Ferne bellt
seit Stunden ein Hund.
Ich kann nicht schlafen.
Das Bett neben mir ist kalt.
Seit du für immer gingst,
habe ich dein Bettzeug
nicht gewechselt.
Doch langsam
verfliegt dein Duft.

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Regen wispert

Regen wispert draußen
in Büschen und Bäumen.

Wie damals, als wir uns unter
der großen Kastanie küssten.
Nass dein Gesicht,
die langen Haare.
Und zum ersten Mal
dieses Gefühl von Glück.

Am Morgen fällten sie unseren Baum.
Nur der Nieselregen erinnert mich
nun ab heute noch an dich.

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Schneegewisper

Schneegewisper nachts
am Fenster. Dein Atemhauch
an meiner Schulter.

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Schneereicher Winter

Dies wird
ein schneereicher Winter.
Sagen sie.
Heimlich
durch den Hohlweg
komme ich dann nicht
zu dir.
Übers freie Feld
muss ich
auf alten Skiern
und die Dorfstraße entlang.
Wenn Gardinen
beiseite gezogen werden.

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Sehnen

Eintönig schlägt nachts
Regen ans Fenster.
Ich liege einsam
träumend wach.
Und sehne mich
nach einer Fremden
seltsam vertrautem Blick.
Nach einer Fremden
verwirrend duftender Haut.
Nach einer Fremden Hand,
die meinen Körper streichelt
und einer Fremden Mund,
die meinen zärtlich küsst.

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Uns trennen

Uns trennen, sagst du,
zu viele Jahre.
Es kann nicht gut gehen
mit uns beiden.
Als du noch
mit Puppen spieltest,
war ich schon ein Mann.
Liebe, was soll
dies Gerechne?
Du bist eine Frau
und ich bin ein Mann.

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Verknallt

Meine Enkelin, acht Jahre alt,
sagt: Oma, ich glaube,
Opa ist in mich verknallt.
Recht hat sie.
Ich bin verliebt in sie,
wie sie in zehn, zwanzig Jahren
sein wird: eine kluge, schöne Frau,
und traurig,
da ich es nicht mehr erlebe.

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Warum sagtest du nein?

Warum sagtest du zögernd nein,
als ich dich fragte,
ob du mich liebst?
Ich seh doch
deinen Augen an:
Du sagst die Wahrheit nicht.
Hast du Angst vor Folgen?

Deine Gefühle für mich
schickst du in die Warteschleife,
als wärest du ein Kundentelefon.
Fürchtest du nicht,
ich lege einfach auf,
ohne noch länger
zu warten?

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Was ich will

Du fragst mich
warum ich dir nicht
Geliebte sein will,
wo du doch spürst,
ich mag dich.

Ich will den Mann meiner Wahl
auf der Straße küssen dürfen.
Ich will Hand in Hand
mit ihm gehen.
Mich nicht verstecken.
Ich will morgens
neben ihm aufwachen
und ihn nicht nachts
nach Hause schicken müssen.
Ich will mit ihm Frühstück
und Abendbrot essen.
Ich will das Wochenende
mit ihm verbringen und nicht nur
ein, zwei Stunden in der Woche.

Darum, mein Lieber,
tauge ich nicht
zu deiner Nebenfrau.

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Was sie wissen darf

Sie darf wissen,
dass ich es mag,
wenn sie mir ein Glas Wasser
reicht, den Durst fühlend,
den ich spüre.

Sie darf wissen,
dass ich es mag,
wenn sie mich heftig umarmt,
da ich noch nicht wage,
sie zu berühren.

Sie darf wissen,
dass ich es mag,
an sie zu denken, am Tag
und in der Nacht,
schlaflos träumend.

Sie darf wissen,
dass ich sie mag,
was ich seit langer Zeit
keiner anderen Frau
gegenüber gestand.

Sie darf wissen,
dass ich wohl in sie
verliebt bin. Was könnte sonst
mich wünschen lassen,
sie zärtlich zu küssen?

Das alles darf sie wissen.

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Was trieb dich

in die Arme dieses Mannes?
Flucht vor mir,
mit zurückgewendetem Blick?
Ist es besser, den zu umarmen,
der dich nicht liebt, nur begehrt,
und ihn zu empfangen im Bett.
Als meine verzehrende Liebe
zu fürchten. Wolltest du ihr
so entgehen?
Meinen fragenden Augen.
Sag, war es das wert?

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Erotische Gedichte

Ahnung

Zartblau schimmert der BH
durch die seidene Bluse.
Wie schön er deine Brüste formt.
Könnte nicht auch dein Rock
aus dem Blusenstoff sein?
Dann sähe ich die Rundungen
deines Hinterns im Slip.
Und wünschte, du würdest bald
unverhüllt, schön in deiner Nacktheit,
vor mir stehen

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Akt manuell

Meine Hand durchstreift
den Busch deines Hügels.
Meine Finger streicheln zärtlich
die fleischigen großen und die zarten kleinen
Lippen der rosa Grotte.

Zwei Finger schlüpfen in die Höhle am Meer,
erkunden sie in der Dunkelheit,
tasten die Lust verheißende Stelle.
Zurückgekehrt ans Licht
spielen sie mit der roten Perle.

Dein Schoß erzittert
im untermeerischen Beben.
Die Flutwelle umspült meine Hand.
Wieder und wieder
tauchen die Finger in die Höhlenspalte.
Welle um Welle
brandet heran, versickert
in der Kerbe deiner Hinterbacken.
Nässt das Laken.

Dein Geschlecht ergibt sich
meiner Lust spendenden Hand.
Bis zur Erschöpfung.

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Akt vis a fronte

Dies
einladende
Spreizen der Beine.
Dies Stöhnen vor Lust
beim Ausgefülltsein.
Dies Schwingen der Brüste
im Rhythmus der festen Stöße.
Der Schweiß auf der Haut
und die Nässe im Schoß.
Dies Beben des Bauches.
Dies Anspannen der Schenkel.
Das Aufbäumen des Körpers.
Dies Stemmen des Beckens
in den rammenden Stoß.
Dieser wilde Schrei
der Erlösung
beim Sturz ins
Bodenlose.

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Akt vis a tergo

Diese
erregende Linie
vom Kopf, dem Nacken,
über den Rücken,
zwischen die festen Hinterbacken.
Deine schamlos offene Scham.
Du lässt mich ein.
Diese Hitze in dir und
diese sprudelnde Nässe
beim sanften Stoßen und
dann beim stürmischen Reiten.
Deine Brüste pendeln.
Ritt über Stock und Stein.
Bis du lustvoll stöhnend
unter mir
zusammenbrichst.

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Am Strand

Die Frau auf dem Weg zum Wasser.
Bronzen schimmert der nackte Körper
im Licht der rot untergehenden Sonne.

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Augen und Brüste

Oh, deine Augen!
Sie bringen mich
um den Verstand.
Wenn sie erstrahlen,
weiß ich nicht, was zuerst tun.
Sie küssen oder
die vollen Brüste?

Seelenvolle Augen liebt
ein Mann wie schöne Brüste.
Und große Brüste sind wie
die schönen Augen einer Frau.
Mir gelten die Augen einer
begehrten Frau so viel
wie ihre Brüste.

Nur: Schließ ich meine Augen,
seh ich deine Augen nicht.
Doch fühle ich
mit tastender Hand
deiner Brüste schöne Form
und ihre steifen Spitzen
auch mit geschlossenen Augen.

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Begehren

Im Gespräch sehen wir
einander lange in die Augen.
Begehren flackert
in deinen Blicken auf.
Meine Hände würden gern
durch deine gelockten
roten Haare fahren.
Mich drängt es,
deinen Mund zu küssen.

Wohin mit unserer Begierde,
da wir doch beide
an andere
gebunden sind?

Bittersüß der zögerliche Abschied.
Wie ein halbes Versprechen:
vielleicht
schon beim nächsten Mal.

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Begierde

Ich begehrte dich.
Gegen alle Vernunft.
Denn du bist
so viel jünger als ich.
Jedoch: Wir wollten uns.
Und hatten füreinander
ein Geschenk.

Kein Vogel
flatterte so gern wie ich
in deinen engen Käfig,
fühlte sich da heimisch
und so wohl.

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Beschwörung des Stieres

Komm zu mir.
Ich knie vor dir.
Meine schlängelnde Zunge
wird den Einen fesseln.
Meine Hände
werfen die Schlinge
um die Lenden dir.
Gib dich hin,
du mit Schweiß bedeckter,
in meinen Armen
tobender, brünstiger Stier.

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Das Kleid

Du trägst dies blaue Kleid
ganz unbefangen.
Mehr zeigt es von dir,
als es verhüllt.
Die kleinen Brüste.
Den flachen Bauch.
Wann sah ich je solch weich
geschwungne Hüften?
Solche apfelrunden
Hinterbacken?
In deinen graublauen Augen
möchte ich versinken.
Dir dabei sagen:
In deinem engen Kleid
bist du bezaubernd schön.
Und trotzdem säh ich dich
zu gerne völlig nackt.

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Das Paar

Im Vollmondlicht das nackte Paar
umschlungen auf der Wiese.
Ihr Schrei hallt durch die Julinacht.

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Das Tal

Erwartungsvoll öffnet sich das Tal
dem fremden Jäger.
Ein wilder Rosenbusch
schmückt den Eingang der Höhle.

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Dein Bauch

Nein, dein Bauch
ist nicht mehr straff
wie sicher einst vor deiner
Schwangerschaft.
Doch du musst ihn
nicht verschämt verbergen.
Schon gar nicht
die Schwangerschaftsstreifen.
Wo wären wir Männer
auf dieser Welt
ohne die Bäuche der Frauen.
Drum liebe ich
die Weichheit deines Bauches
und küsse ihn zärtlich
im hellen Licht des Tages.

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Dein Duft

Ich mag den Duft
deines Geschlechts
bei gespreizten Schenkeln.
Du aber sagst,
bevor wir es treiben,
leise protestierend:
Ich müsste mich
erst einmal waschen…
Nein, sage ich,
dazu ist jetzt nicht die Zeit.
Und nehme das duftende
Delta der Lust in Besitz mit

Zunge, Fingern und dem
zwischen meinen Beinen.

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Dein Gesicht

Ich liebe dein schmales Gesicht.
Die großen graublauen Augen
mit den Krähenfüßchen
im Winkel, wenn du lachst.
Die Nasenspitze mit der kleinen Kerbe.
Und den weichen Mund.
Wenn Du mich zärtlich ansiehst
und die Lippen schürzt,
werde ich dich küssen,
so oft du willst.
Deine hochgesteckten blonden
Haare lösen und darin so wühlen,
dass du hernach lange kämmen musst.
Wisse, ich liebe dein Gesicht.

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Dein Hintern

Ich lehrte dich
deinen nackten Hintern
zu mögen.
Weil er mir gefällt.
Wie schön er glänzt,
monden, prall und rund
am dunkelnden Abend.
So weich seine Haut.
Zum Küssen, Streicheln,
Zwicken einladend
das feste Fleisch.
Dein Stöhnen und die
unterdrückten Schreie,
die Sinne befeuerndes
klatschendes Geräusch
beim von hinten Nehmen.
Dies heftige Vögeln.
Jetzt kommst du gleich.

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Dein Mund

Dein unersättlicher Mund
mit dem reizenden Amorbogen.
So oft küssen, wie du gern möchtest,
kann ich ihn leider nicht.
Ich müsste Tag und Nacht nur
bei dir bleiben, bei deinem
zum Küssen schönen Gesicht.

Dein Mund ist ein Wunder,
das mich immer wieder überfällt.
Küsst er sich bei mir genüsslich abwärts,
ist es schnell um mich geschehn.
Jeden Tag und jede Nacht
würde ich so gerne ihn
stundenlang nur dies tun sehn.

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Deine Blicke

Deine Blicke streicheln
mein Gesicht,
die Brüste,
den Schoß.
Und den Hintern,
wenn ich dir
den Rücken zukehre.
Ich spüre dies.
Mir wird heiß.
Wie zärtlich mögen
erst deine Hände sein.

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Deine Brüste und noch mehr

Die süße Schwere deiner Brüste
in meinen Händen.
Auf den weißen Hügeln richtet
meine Zunge rosa Türmchen auf.
Doch da sind noch andre Orte
an dir, die zu erkunden lohnt
durch Finger und den Mund.
Oben und unten,
vorn, aber hinten auch.
So besuchen sie nun den Bauch
und und, und und, und und…

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Deiner (The Butt)

„The Body“ nennt man
ein berühmtes Model wegen
ihres vollkommenen Körpers.
So nenne ich dich, insgeheim
und für keinen, der dich kennt,
zu wissen: „The Butt“.
Denn deiner ist der schönste
Hintern weit und breit.
So oft ich ihn im Geiste
vergleiche, wenn ich andre
auf der Straße oder
in den Bus einsteigen sehe,
denk ich: Deiner ist schöner.
So prall und apfelrund
in den engen Hosen.
Tät ich ihn nackt nur endlich
sehn, glänzend und herrlich
im Fleisch bestimmt,
zum Streicheln, Küssen,
Kneifen einladend, könnt ich
mit Gewissheit sagen:
Der Allerschönste,
das ist tatsächlich deiner.

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Der Mond deines Hinterns

Dieser Abend im kleinen Hotel.
Die Laterne vorm Haus
schickt flackerndes Licht
durch den strömenden Regen.
Im warmen Zimmer wir beide.
Nackt packst du die Koffer aus.
Der Mond deines Hinterns
wandert hin und her. Bis ich ihn
unter die Bettdecke sperre.

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Der Pfirsichstein

Am Strand fand ich,
angespült vom Meer,
den gespaltenen Pfirsichstein.
Sinnbild deines Verborgensten.
Mit Kirschblut färbte ich ihn.
Gab ihm eine silberne Kette.
Legte sie dir um den Hals.
Der Pfirsichstein
zwischen deinen Brüsten.

Du sollst ihn tragen
jedes Mal,
wenn wir uns sehen.

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Der Ritt

Kurz war dies Vorspiel.
Wollüstig schwinge
ich mich auf dich.
Meine Brüste
hängen über dir
wie reife Trauben.
Beiße hinein. Knete sie.
Vergiss auch
meinen Hintern nicht.
Mit deinen Händen.
Kralle dich fest.
Klatsche ihn, wenn ich
schwitzend dich reite.

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Die Aprikose

Die gekerbte Aprikose.
Spalte ich sie,
duftet verlockend
ihr Fleisch.
Mein Mund badet
im Saft
deines Geschlechts.

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Die Aprikose

Dies Jahr blühte
der Aprikosenbaum überreich.
Als schenke sich mir eine
geliebte Frau zum ersten Mal.
Der Baum trug nur eine Aprikose.
Doch die duftete betörend,
fasste sich samtweich an
und schmeckte süß und saftig
wie noch keine Aprikose vor ihr.

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Die Feige

Meine Daumen spreizen
die reife, aufplatzende Frucht.
Saftig öffnet sich rosiges Fleisch
der Zunge, dem Mund.
Gut schmeckt deine Feige.

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Die Frucht

Die pralle behaarte Frucht über mir.
Ihr herber berauschender Duft.
Reif, aufgeplatzt, trieft sie vor Saft.
Ich lecke, schmecke, ertrinke fast.

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Die Mohnknospe

Die behaarte pralle Knospe.
Im aufbrechenden Schlitz
leuchtet es korallenrot.
Voll Zauber erblüht
dein erregtes Geschlecht.

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Die Raute der Lust

Als Kinder ritzten wir
das geheimnisvolle Zeichen
mit Kalksteinchen
weiß in die roten Ziegel
der Dorfkaten.

Halbwüchsige Jungen
studierten des gedoppelten V
verschiedene Formen,
mit und ohne Härchen,
auf Toilettenwänden und Türen.

Kein Lehrer zeichnete
das verruchte Symbol
jemals auf der Spitze stehend
im Geometrieunterricht
an die Tafel.

Bei dir sehe ich
das uralte heilige Zeichen
in seiner schönsten Form.
Zwischen den Schenkeln,
den Rücken mir zugewandt.
Feucht glänzt die Diagonale.

Dies sah man
auf Zeichnungen nie.

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Die rosa Orchidee

Der gefaltete Schmetterling.
Sacht streich ich über
den zarten Flügelrand,
zum Fliegen ihn zu bewegen.
Wenn er die Flügel breitet,
seh ich die rosa Orchidee.
Wie dschungelfeucht sie duftet
aus tiefem Blütengrund.
Es glänzt ihr Nass,
das meine Lippen so gern kosten
von deinem andern Lippenpaar.

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Die Silberpappel

Wenn der Wind kommt,
will er zur Silberpappel.
Ihre Blätter kämmt er,
dass sie rauschen.
Still steht sie im Regen.

Wenn du kommst, Geliebter,
kühlt schattend das Laub.
Watte von Pappelsamen
beschneit die Erde.
Weiße Schleier wehn überm See.

Wenn du bei mir bist,
will ich mit dir baden.
Sieh mir zu, Geliebter,
wenn ich nackt ins Wasser wate,
umhüllt von Pappelflaum.

Nach dem unvollendeten
altägyptischen Liebeslied
„Wenn der Wind kommt,
dann will er zur Sykomore,

wenn du kommst“
aus dem Papyrus Anastasi II

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Die Unnennbare

Es macht nichts, wenn sie sich,
während ich dich ausziehe,
im Venusbusch versteckt.
Eh eine Viertelstunde vergangen,
liegst du auf dem Rücken,
spreizt verlangend die Beine,
bietest sie mir feil.
Ihr Genuss ist unvergleichlich,
wenn sie so saftig ist wie deine.
Du magst, wie viele Frauen,
den Namen nicht, mit dem
ich sie gern bezeichne.
Dabei ist er im Deutschen
lange schon gebräuchlich.
Und treffend sie so genannt,
von vorn besehen,
wie auch von hinten.
Doch magst du sehr,
wenn ich sie streichle, küsse,
und noch anderes mit ihr tue.
Magst du ihren derben Namen
auch nicht gerne hören,
so sag ich doch:
Gerade jetzt prangt sie
reif duftend in deinem Garten,
prall und blau am Baume.

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Die weiße Hose

Diese weiße Hose, luftig,
von vorn, bei Sonnengegenlicht.
Ich seh darin die bloßen
Beine, den blauen Minislip.
Und wenn der Wind jetzt
sie an deinen Körper schmiegt:
Als wärst du nackt.
Die durchsichtige weiße Bluse,
der zartblaue BH. Jetzt blitzt
der Bauch. Wo nur steht dein Bett,
zu genießen deine Schönheit,
wie ich lange keine sah?
Du gehst vorbei. Die Augen
in die Ferne gerichtet.
Nur dein praller Hintern
würdigt mich eines Blicks.

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Die Wildgans

Oktobernacht.
Der Wildgans rauher Schrei.
Auf dem Bett im Mondlicht
gebreiteter Schenkel
Schwingenschlag.

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donna gravida

Schwerer sind nun deine Brüste.
Üppiger deine Schenkel.
Breiter als vorher dein Hintern.
Dein Bauch wölbt sich immer mehr.
Zärtlicher lieben wir uns jetzt
und vorsichtiger. Zu dritt.

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Du schenkst mir

Du schenkst mir
deinen herrlichen Körper
und bittest, dabei
gefälligst zu beachten, dass
du auch Geist und Seele hast.
Liebste, zeigt nicht schon
das Beben deines Körpers
unter meinem, der Genuss
des Vögelns durch mich,
wes Geistes Kind du bist?
Nur der beseelte Körper
einer Frau entflammt
so wie deiner. Sonst wär er
doch wie bei einer schönen
Schaufensterpuppe kühl.

Schon öfter hatte ich
eine reizvolle Frau,
doch tat ich es mit noch
keiner, die dabei so geistvoll
genusssüchtig ist wie jetzt du.

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Durst

Sommernachtsfrau.
Trockene Lippen.
Feuchte Lippen.
Beide so durstig.

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Ein Anderer

Du bist jetzt
bei dem anderen Mann.
Dich halten zu wollen
war vergebens.
Nachts lieg ich allein
und kann nicht schlafen.
Ich vermisse deine
vertraute Nähe.
In Gedanken hör ich dich
einem andern
Liebesworte flüstern.
Ich seh andere Lippen
deine vollen küssen.
Andere Hände streicheln
deine weichen Brüste.
Unter einem anderen Mann
seh ich dich beben,
hör ich dich stöhnen.
Warum kam dies so?

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Entdeckung

Dich entdecke ich, hilflos gestrandet
am Gestade eines fremden Landes.

Blicke wecken mich am Morgen
aus seltsamen Augen.
Einmal huschen sie eidechsengrün.
Dann leuchten sie taubenblau.
Dein nachtschwarzes Haar
fließt in das Meer.
Glänzende Fische spielen darin.

Auf deinen Lippen fruchten
Bäume voll roter Äpfel.
Drei pflück ich mir für den Weg.
Thymian und Rosmarin duften
in deinen Achselgruben.
Zwei schneeweiße Hügel,
bewohnt von Möwen,
umrunde ich am Vormittag.

Und ess den ersten Apfel.

Dotterblumengelb blühen
die Wiesen deines Leibes
in der Mittagssonne.
An den Abhängen der Hüften
weiden Herden brauner Ziegen.
Den Berg hinunter
wate ich in Bächen
mit perlmuttfarbenem Grund.

Und ess den zweiten Apfel.

Oliv dunkelt das Schattental
deiner Schenkel am Abend.
Zur Nacht ruhe ich
im Feigengebüsch der Schlucht.
Morgens sitze ich
auf der Klippe deines kleinen Zehs,
lau umfächelt vom Wind.

Und ess den dritten Apfel.

So die Schätze dieser Insel preisend,
hoff ich, sie möge eingezeichnet sein
in keiner Landkarte der Welt.

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Erinnerung, b-Moll

Die Vorstadtkneipe beim Bahnhof
am Rand der großen Stadt.
Ein schwüler Juliabend.
Draußen an der Hausecke
stinkt es nach Urin.
Hier drinnen nach
Zigarettenqualm und Frittenöl.

Du bringst mir Bockwurst mit
Senf und trockenem Brötchen,
ein großes Glas Bier.
Und den Anblick deiner Brüste,
als du dich zu mir beugst.
Frei pendeln sie in blauer Bluse.
Du duftest nach Veilchenparfüm.

Ein ums andere Glas bitteres Bier
stellst du lächelnd vor mir
auf den zerkratzten Tisch.
Als ich schließlich zahle,
schenkst du mir
einen letzten Blick in deine Bluse
auf den nackten Bauch.

Wär es nicht gar so bitter gewesen,
das Bier,
und hätt ich nicht weiter gemusst
mit dem Zug,
ich wäre gern geblieben
bis zum Feierabend.
Wegen dir.

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Erkenntnis

Du junger Mann,
der meine Güter
liebt und ehrt
mit ungestümer Kraft.

Voll Dankbarkeit
will ich dir alles zeigen,
was ich im Bette und
an andern Orten kann.

Irgendwann,
vielleicht schon bald,
wie wird mir sein
in jenen Nächten,
wirst du dich wieder
zu jüngern Frauen kehren
und, mich vergessend,
sie beglückend beschlafen,
wie ich´s dir beigebracht.

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Erwartung

Deine ruhlosen Augen
verfolgen mich.
Deine schmeichelnden Blicke
fassen mich an
und ziehen mich aus.
Ich brenne.
Nicht vor Scham.
Ich weiß nicht,
ob ich dir
noch lang widerstehen kann.
Ich spüre,
es geschieht bald.
Aber wann?

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Es muss nicht

Es muss nicht gleich Liebe sein,
wenn wir miteinander schlafen.
Auch Freunde können einander
im Bett Lust bereiten.
Wenn ein schöner Garten
zu verdorren droht,
sollte jeder ihn wässern wollen,
dem er gefällt.

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Fass mich an

Liebste, fass mich an,
wo ich am erregbarsten bin.
Lass ihn in deiner Hand
zu voller Größe wachsen.
Nimm ihn in den Mund.
Auch das mag er sehr.
Du weißt: So nass tut
er deiner Möse gut.
Und wenn die nun
eilig nach ihm verlangt,
nenn ihn nicht Penis, Glied,
als wärest du ein Anatom.
Sag einfach: Ich will jetzt
in mir deinen Schwanz.

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Feder und Frau

Geschmeidig und mit Wohlbehagen
schreibt weich die glänzende Feder,
jede Dehnung, Biegung, Verdrehung
des Wortes wendig vollführend.
Wie eine Frau mit geschlossenen Augen
genussvoll jeden Stoß empfängt,
den Körper windend, den Schoß zitternd
hebend und senkend. Vor Lust schreiend,
wenn es machtvoll aus ihr drängt.

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Genug gesehn

Wir sitzen uns gegenüber.
Warm ist es hier im Gastraum.
Du öffnest noch einen Knopf
deiner blauseidenen Bluse,
beugst dich nach vorn,
studierst die Speisekarte.
So kann ich lange
in deinen Ausschnitt schaun.
Wie sind deine Brüste schön.
Du lehnst dich zurück,
bemerkst meinen Blick.
Erst nach einiger Zeit
lächelst du plötzlich
und fragst ganz beiläufig: Na,
hast du vorhin genug gesehn?

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Glocken

Deine Brüste
sind schön wie Glocken.
Befreie ich sie vom BH,
läuten sie bald Sturm.
Tun sie es nur für mich
mag ich dies hörn.
Ich liebe ihr
schwingendes Läuten.
Sei es bei dir
zuhause im Bett,
du über mir,
oder auch in Gedanken
von fern.

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Hoffnung

Wir haben wohl
etwas zu lange
einander tief
in die Augen gesehn.
Ich bemerke die Beeren
deiner erregten Brüste.
So säst du Hoffnung
in meine Begierde.
Jetzt suchen uns beide
schlaflose Nächte heim.

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Im Ginstergold

Die kleine Bahnstation
hinterm Kiefernwald, im Juni.
Nur ich stieg aus dem Zug.
Du standest wartend
neben der Straße zum Dorf.
Bis zum blühenden Ginster
auf dem Hang
kamen wir noch.
Zwischen den Büschen
fielen wir ausgehungert
übereinander her.
Wie gut lag es sich danach
nackt in der Sonne, umbrummt
von geschäftigen Hummeln.
Beim Aufbruch schimmerte
dein schwarzes Schamhaar
goldgepudert.

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Im Joch

Füge dich in das Joch
meiner Schenkel, wenn sie
deine Lenden umspannen.
Füll mich ganz aus.
Fall in leichten Trab.
Stürm im Galopp
mit mir davon:
Stöhnen und Schreien.
Wenn wir erschöpft
innehalten: Hecheln
nach Luft. Schweigen.
Auf den Körpern
perlt Schweiß.

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In deinem Büro

Gern sitz ich
am Doppelschreibtisch
für eine Viertelstunde
dir gegenüber und sehe
beim Arbeiten zu.
Du beugst dich
über deine Papiere.
Im Ausschnitt des Tops
schaukeln sacht
unter dem BH
zwei süße reife Birnen.
Wie draußen am Baum.
Du hebst den Blick.
Ich schau dir ganz
unschuldig in die großen
graublauen Augen.
Die sind genauso schön.

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Inniges Vögeln

Schön ist dies Vögeln
mit dir, langsam,
ohne Ziel.
Genuss einander schenkend.
Dies wundersame Spiel.
Frage und Antwort
liebender Körper.
Leises und lautes Stöhnen.
Wir köcheln beständig
die Lust auf kleinem Feuer.
So treiben wir hin.
Plötzlich schlagen
die Flammen höher.
Brodelnd kocht es
in deinem Schoß.
Unsere Körper krallen
sich aneinander.
Du empfängst
den letzten Stoß.
Und läufst über vor Lust.

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Jasmin und Holunderbusch

Ich wollte bei der
unterm Jasminbusch schlafen,
nicht achtend den betäubenden
schmetterlingslockenden Duft.

Ich sollte immer bei der
unterm kühlen Holunder schlafen.
Doch fiebere ich so sehr
nach jener gefährlichem Duft.

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Junge Frau im Zug nach N.

Auf dem Bahnsteig fällst du auf
an diesem Novemberabend.
Schlanke Beine in lila Strümpfen
und hohen Stiefeln.
Kürzer kann ein Rock kaum sein.
Die Jacke mit breitem Kragen,
große Schleife in der Taille,
bedeckt ihn ganz.
Lange blonde Haare
umrahmen das ovale Gesicht
mit betonten Wangenknochen.

Du steigst als Letzte ein.
Und nur noch zwei Plätze
mir gegenüber sind frei.
Genug Platz für Beutel und Taschen.
Die große Reisetasche
hältst du auf dem Schoß:
der kurze Rock.
Ich hätte bis sonst wohin gesehn.
Aber so schöne Augen
sah ich noch nie.
Grün leuchten sie
aus porzellanem Weiß.

Schöne,
du hast ein Problem mit meinen Blicken.
Angestrengt siehst du aus dem Fenster
in die Dunkelheit.
Leicht beben deine Nasenflügel.
Wie die Nüstern einer nervösen Stute.
So starren wir beide schweigend hinaus.
Erschreckt und verwundert.
Einer in des Anderen Spiegelbild.

Im Bahnhofstunnel
trennen sich unsere Wege.
Ich geh nach Haus.
Du stöckelst zum Zug nach Szczecin.
Der Polin Reiz ist unerreicht.

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Körper einer fruchtbaren Venus

Über der vom Busch bewachsenen Höhle,
aus olivenen Schatten der Schenkel steigend,
spannt sich wie gemeißelt dein weißer Leib
bis zu den goldumrandeten Hügeln der Brüste.
Die Narbenstreifen deines üppigen Schoßes
schmücken Perlmuttschuppen, wie Kiesel
glitzernd am Grunde schneller klarer Bäche.
Körper einer Venus, die schon einmal gebar.

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Küsse

Tag und Nacht
träumte ich davon,
dich zu küssen,
jetzt, wo ich bei dir bin.

Deinen Mund,
bis deine Zunge
müde ist
vom Spiel mit meiner.

Deine Brüste,
bis ihre Knospen
fast wund sind
von meinen Lippen.

Deine saftige Frucht
zwischen den Beinen.
Mein Bart bewahrt
noch ihren Duft,
meine Zunge noch
ihren Geschmack,
wenn du mich erschöpft
bittest zu gehen.

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Loblied einer ungeduldigen Herbergswirtin
auf einen vorbeikommenden Wandersmann
(F-Dur, presto)

Ich mag dich fremden Gast
mit festem Fleisch,
wenn du mit deinem Stecken
klopfend vor meiner Pforte stehst
und, steck ich den Schlüssel ins Loch,
mich nicht lange fragst,
wie denn das Zimmer sei,
das ich dir geben will,
sondern es gleich belegst.
Du magst es dir selber richten,
damit es gut darin dir geht.
Wird es nur reichlich
wässernd gesprengt,
staubt es auch nicht,
wenn du es kräftig fegst.
Das ist mir wichtig.
Die Behausung miss du nur gründlich
mit großem Besen aus.
Lass dir dabei Zeit.
Und hernach besorge mir
mit gleichem Eifer
das ganze übrige Haus.

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Mittsommernacht

Gewitterregen prasselt
ans Schlafzimmerfenster.
Deine Hand findet
im Dunkeln meine.

Weißt du noch: damals
die Wanderhütte am See?
Zwei Stunden tobte
über uns das Gewitter.
Wir liebten einander nackt.
Und froren nicht.
Spiegelglatt lag danach
im Mondlicht der See.
Herrlich das Baden
im warmen Wasser.

Du schlüpfst
unter meine Decke.
Dein nackter Körper
drängt gegen meinen.

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Nach dem Bad

Nach dem Bad im See.
Das schwarze Vlies deines Deltas
in der Sonne. Wassertropfen
im gekräuselten Schamhaar.
Glitzernd wie Diamanten.

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Nackt

Als wir uns voreinander ausziehn,
bei diesem ersten Mal,
tust du es ohne Scheu,
so ganz natürlich.
Wie wenn du selber wüsstest:
Nacktheit ist dein schönstes Kleid.

Die kleinen weißen Brüste
bekrönt von Waldhimbeeren.
Die schlanken Hüften, Schenkel.
Dein sanft gewölbter Venushügel
mit dem blonden Vlies.
Die hellen Halbmonde
deiner festen Hinterbacken.

Nackt stehn wir einander gegenüber.
Meine Erregung siehst du mir an.
Du schweigst. Deine Augen fragen:
So sehr begehrst du mich?
Ich umarme, küsse dich wild.
Und denke, hingerissen: ja!

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Neugier

Freundin, du fragst:

Warum siehst du
anderen Frauen hinterher
und wärst mit mancher
gern im Bett?
Mann kann doch
mit nur einer Frau im Leben
alle Genüsse,
die körperliche Liebe
bereithält, kosten.

Ich antworte:

Das kannst du
wohl nicht verstehen.
Neugier ist des Menschen
Grundeigenschaft.
Etwas Neues beginnen
hat, auch in der Liebe,
seinen eigenen Reiz.
Und schließlich: Männer sind
besonders neugierige Wesen.

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Nimm mich

Wie lang schon ersehne ich
diese erste Nacht mit dir.
Meine Schenkel spreize ich jetzt.
Umspanne deine Lenden
und lasse dich nicht mehr los.
So nass ist für dich mein Schoß.
Oh, nimm mich, Geliebter.
Wild. Stoße mich. Stoß!

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Offenbarung

Du streifst
den Slip herunter.
Und offenbarst mir
dein Geheimnis.
Auch hier schmückt
dich rotes Haar.
Wird nun die Legende
von den Vorzügen
rothaariger Frauen
für mich
vielleicht wahr?

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Plötzlicher Sommerregen

Nackt stehst du
mit erhobenen Armen
und geschlossenen Augen
im prasselnden Regen.

Die kleinen Brüste
umströmt das Wasser,
fließt über den Bauch
ins blonde Schamhaar.

Im Sonnenschein
schmücken Wassertropfen
dein dicht gelocktes Vlies
wie funkelndes Geschmeide.

Aphrodite vom Ostseestrand.

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Ratschlag

Redebegabt wie ihre Zungen
sind Mannes Schwanz und Weibes Schoß.
Man fragt doch nicht nach jedem tiefen Stoß:
Liebst du mich auch wirklich und für immer?
Fühlt ihr nicht dies wunderschöne Spiel,
Frage und Antwort liebender Körper,
helfen euch auch tausend Schwüre nicht.

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Scheu lächelst du
Nu couché

Auf dem Bett.
Du lächelst scheu.
Als zeigtest du
zum ersten Male dich
nackt einem Mann.
Die festen Beeren der Brüste
verraten deine Erregung.
Öffne die Schenkel.
Wie sehr ersehne ich
das Erschauern deines Leibes
und wollüstiges Stöhnen.

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Sieben Tage nicht

Mein Liebster
darf seinen stolzen Hengst
sieben Tage nicht führen
In meinen warmen Stall.
Ich will ihn draußen
streicheln und striegeln,
wieder und immer wieder,
bis er mir geleckt hat
meine Hand.

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Sommerfrühstück

Nackt auf dem Balkon.
Starker Kaffee. Französisch.
Brötchen mit Butter
und Lindenblütenhonig.
Goldgelb tropft er
dir auf die Brüste,
rinnt in den Bauchnabel,
weiter zum Schoß.
Süßer Honigfluss am Morgen.
Sündig beginnt der Tag.

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Spröde

Spröde lässt du dich von mir küssen.
Erst beim siebten Kuss öffnet
sich meiner Zunge dein Mund.
Dann aber züngelst du geschickt.

Spröde zeigen sich deine Brüste.
Erst beim siebten Streicheln
vertrauen sie meiner Hand.
Dann sind die rosa Knospen prall.

Spröde lässt dein Schoß geschehn,
was ihm von der Natur bestimmt.
Siebenmal muss ich ihn stoßen.
Dann erst ist er lichterloh entflammt.

Spröde, Liebste, sollst du sein
gegen jeden andern Mann.
Doch bei mir, ich bitte dich,
lass es morgen nicht erst wieder
dauern diese siebenmal.

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Stürmischer Empfang

Kaum den Koffer abgestellt
im Flur deiner Wohnung,
ich rieche frisch gebrühten Kaffee,
überfällt mich dein Kuss.
Raubt mir die Luft.
Du öffnest meine Bluse.
Dann den BH. Befreist
die Brüste. Umfasst sie.
Beißt in die steifen Spitzen.
Lust durchzuckt mich
bis tief in den Schoß.
Deine Hände gleiten
unter den Rock. In den Slip.
Du spürst meine Nässe. Stöhnst.
Ich hebe den Rock.
Und spreize die Beine.

Danach trinken wir
den kalten Kaffee und du zeigst
mir das Bett, in dem wir
von heute an schlafen.

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Trockener Mund

Der Wind formt
in der Bluse
deine großen Brüste ab.
Und wenn du dich drehst,
seh ich den schönen
breiten Hintern
in enger Hose.
Mein Mund wird trocken
vor wilder Begierde.

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Unnötige Eifersucht

Sei doch nicht eifersüchtig,
bittest du:
Niemand nimmt mich dir weg.
Ich bleibe dir erhalten,
geh weiter in Liebe mit dir.

Ja, ich weiß, Liebste:
Wenn dich auch
ein anderer genießt
außer mir
und du ihn,
macht dies uns beide
deshalb nicht unglücklich.

Und schließlich, ich lächle:
Diese begehrten gewissen
Körperteile werden nicht
schlechter bei anderm Gebrauch.
Sondern nur besser.

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Unvergesslich

Dieser Tag im Juni.
Dein Erschauern
beim ersten Griff
an die Brüste.
Dies Zusammenzucken:
meine Hand zwischen
deinen Schenkeln.
Zweiärschehoch stand
das Gras, als wir
in die Wiese gingen.
Den Bauern wunderte
bei der ersten Mahd
sicher die Fehlstelle nicht.

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Unzüchtige Verse

Rümpfe nicht die Nase, Liebe,
über meine derben Verse.
Im Bette hast du es
sicher nicht nur zärtlich gern.
Warum jedoch ist es dir dann
im Geistigen kein Genuss?

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Verlangen

Deine Zunge in meinem Mund.
Als erkunde sie fremdes Gelände.
Mein Mund bittet: Komm wieder.

In deinen zärtlichen Händen
wachsen meine Brüste.
Sie rufen: Wähle den Pfad im Tal.

Mein Bauch bebt
unter deiner wandernden Hand.
Er rät dir: Diesen Weg geh weiter.

Deinen drängenden Fingern
öffnet sich weit mein Schenkeltor.
Es fordert von dir: Hier bleibe.

Für die Tür meines Hauses
brauchst du keinen Schlüssel.
Mein Geschlecht verlangt offen
nach deinem: Bewohne mich.

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Verloren?

In jungen Jahren
versicherten uns die Alten,
habe eine Frau erst
die Hand eines Mannes
zwischen den Schenkeln,
sei sie verloren.
Wieso verloren?

Süßer Augenblick
der Vorfreude,
wenn mein Finger
deine Spalte streichelt,
ihre Nässe
meine Hand benetzt,
ich spüre: Du willst es.
Jetzt.
Nur wenig Zeit
trennt uns noch davon,
zum ersten Mal
miteinander zu vögeln.

Sicher:
Du verlierst
dich voll Wollust an mich
wie ich mich an dich.
So gewinnen wir einander.
Wer redet denn da von
Verlust?

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Verzauberte Schlange

Die schlafende Schlange.
Meine Hand verzaubert sie
in einen starken Speer.
Der stößt mich tief in die Mitte
und verletzt mich doch nicht.
Aus der Höhlung gleitet
die ermattete Schlange.

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Vogelnest

Dein Beinpaar.
Zwei hohe schlanke Säulen.
Und obenauf ein Vogelnest.

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Vom Spreizen der Beine

Oh, wie lang schon erhofft
dies lässige Spreizen der Beine.
Deutlicher kann keine Geste
der begehrten Frau sein.

Einladend ins Schenkeltal,
zu stillen diese zügellose Lust,
den dazu längst bereiten,
so sehr begehrten Mann.

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Vor dem Spiegel

Nackt stehst du
vor dem Wandspiegel.
Ich trete hinter dich.
Mein Arm stützt
deine schweren Brüste.
Die andere Hand
liegt im üppigen Schoß.
Wir sehen unser Spiegelbild,
spüren einander.
Verlangen flammt auf.
Wir schließen die Augen.

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warum nicht

warum nicht geschehen lassen
was die körper zueinander treibt
warum denn verhindern dies
gegenseitige schenken von lust
wie die pappel dem sturm
sich hingibt den regen trinkt
wie pferde auf der weide
ohne trensen und zügel dies tun
wie der fluss in der landschaft
mäandert ohne deiche
ungehemmt und ungestüm
sich ergießt ins gesuchte meer
warum nicht ungezügelte lust
aneinander zulassen ehe beide
sie ungestillt sehnend verbrennt
warum nicht geschehen lassen

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Was er nicht wissen soll

Er soll nicht wissen,
dass ich nicht schlafen kann,
wenn ich nachts immerzu an ihn denke.

Er soll nicht wissen,
dass ich traurig werde,
wenn Frauen ihn lachend umringen.

Er soll nicht wissen,
dass mir die Stimme stockt,
wenn er mich eines Tages anspricht.

Er soll nicht wissen,
dass mein ganzer Körper zittert,
wenn er mich irgendwann küsst und umarmt.

Er soll nicht wissen,
dass ich feucht zwischen den Beinen bin,
wenn ich wünsche, er möge mich dort berühren.

Das alles soll er nicht wissen.

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Was er wissen soll

Er soll wissen,
dass ich nicht einfach so mit ihm gehe,
nur weil mein Blick
an seinen Augen, Lippen hängt,
wenn er mit mir spricht.

Er soll wissen,
dass ich mich nicht einfach so hinlege,
nur weil ich zittere,
an meinem ganzen Körper,
wenn er mich berührt.

Er soll wissen,
dass ich nicht einfach so bei ihm bleibe,
nur weil schon beim ersten Mal
mit ihm ich so sehr komme,
wenn er mich gut vögelt.

Er soll wissen,
dass ich einfach ganz von selber gehe,
sollte ich irgendwann spüren,
er will mich wohl nicht mehr,
wenn er oft wegbleibt.

Er soll wissen,
dass ich nie zu ihm zurückkehren werde,
nur weil ich glauben könnte,
es würde noch gut mit uns,
wenn ich einmal gegangen bin.

Das alles soll er wissen.

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Weiß und schwarz

Mittsommernacht,
bei offenem Fenster.

Deine Brüste
blühn im Mondschein
weiß.

Schwarz
wartet im Schatten
dein Schoß.

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Wenn

Wenn meine Hände
deinen Hintern umspannen,
versammelt sich alles
Denken und Fühlen
in den Fingerspitzen.
Wenn meine sehenden Hände
deine Pobacken streicheln,
ihre Rundungen nachformen
und ein Finger die Kerbe
zwischen ihnen entlangfährt,
ist ihnen bewusst, es trennt sie
nur ein Stück Stoff
von deinem nackten Fleisch.
Und sie wünschen sich,
du stündest noch heute
ohne die hautenge Hose vor mir.

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Wilde Minze

Dieser heiße Julitag.
Mit gebirgehohem Himmel,
unbeschreiblich blau.
Flirrende Luft.
Wie zufällig treffen wir uns.
Queren gemeinsam das Wiesental.
An der kleinen Brücke
waten wir im kühlen Bach
voller Stichlinge.
Sind urplötzlich nackt. Im Paradies.
Du gibst dich mir. Ich nehme dich.
Ohne Besinnen.
Wir liegen in wilder Minze.

Im Wald vorm Dorf trennen
sich unsere Wege.
Du gehst zu deinem Mann.
Ich geh zu meiner Frau.

Heute Nacht liege
ich einsam wach.
So viele Jahre schon
sahen wir uns nicht.
Draußen schneit es seit Stunden.
Und plötzlich
schwebt im Zimmer der Duft
von deinem Minze-Schoß.

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Wunderbar

Oh, wie wunderbar
dies Öffnen
deiner Schenkel für mich.
Du ahnst nicht,
wie schön das ist.
Diese Aufforderung
zum Begatten.
Wer wollte da sich entsagen
dir Gutes zu tun.
Mach mich glücklich,
ich mach dich froh.
Und liegen wir dann erschöpft
nebeneinander im Bett,
weiß ich: Den du gerade so sehr
liebtest, schickst du nicht vor
morgen früh nach Haus.

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Zärtlichkeit

Können Blicke einander berühren,
sich miteinander verschlingen,
frage ich mich, wenn ich in deine
Augen sehe, tief bis zum Grund.

Meine Hand liegt wartend
auf dem Tisch, der uns trennt,
deine legt sich zögernd dazu
ohne doch meine zu berühren.

Als fürchtest du ein bisschen,
dich nun in etwas zu ergeben,
was dir noch nicht bewusst war,
als du vorhin regennass kamst.

Wir trinken beide roten Wein.
Deine Lippen glänzen feucht.
Ich kann mich nicht beherrschen,
geh um den Tisch, küsse dich zart.

Du stehst auf, lehnst dich an mich.
Durch den Stoff des Kleides
spüre ich deine kleinen Brüste
drängen gegen meine Brust.

Und in einem tiefen Kuss versunken,
mit geschlossenen Augen wir beide,
alles um uns vergessend, duldest du
auch meine Hände auf deinem Po.

Erotische Prosa

Inhaltsverzeichnis:     Saison in PlakiásDie TreppeDer AbendDreiEin Mann

Saison in Plakiás
(vollständige Fassung)

Kurz vor 13 Uhr setzte das Taxi ihn vor seinem Hotel an der Strandpromenade von Plakiás ab. Er genoss die warme Luft und den leichten Wind, der in diesem Ort, von Bergen umgeben, immer wehte. Es war Sommeranfang. Zu Hause in Hagenow kletterte das Thermometer nur mühsam auf 18 ° C, hier an Kretas Südküste, am Libyschen Meer, war herrlicher Sommer. Die Sonne brannte vom Himmel und das Meer glänzte wie ein Spiegel. Die Temperatur lag weit über 30 ° C.
In der Rezeption, die auch als Büro diente, hatte Aikateríni, genannt Katerína, die Tochter des Hotelbesitzers, Dienst. Tiga, wie ihre besten Freunde sie nannten, hatte alle Hände voll zu tun. Schließlich war Ab- und Anreisetag. Sie saß mit dem Rücken zu ihm und klapperte wie wild auf der Tastatur ihres Computers.
Er kannte Tiga schon einige Jahre. Wäre sie nicht mit Stéfanos verheiratet, der sein Freund war, wer weiß… Er verbot sich solche Gedanken und betrachtete sie als seine Wahlschwester, der man alles anvertrauen konnte, ohne zu befürchten, dass sie es nicht für sich behielt. Außerdem war Tiga eine Frohnatur, immer zum Scherzen aufgelegt. Weil er leidlich griechisch verstand und sprach, war dazu oft Gelegenheit.
Da Tiga ihn nicht bemerkte, klopfte er laut an die Fensterscheibe der Rezeption. Mit Schwung drehte Katerína den Stuhl, rollte an den Schreibtisch unterhalb des Fensters und sah auf.
„Andríko“, rief sie, strahlte übers ganze Gesicht, eilte aus dem Raum und umarmte ihn. „Jássu. Wir warten schon auf dich“.
Er küsste sie auf beide Wangen. „Der Taxifahrer hat sich mal wieder verspätet.“
„Ja, diese Taxifahrer“, seufzte Tiga. „Du kommst diesmal allein?“, fragte sie erstaunt.
So kam er nicht umhin, ihr zu erzählen, dass seine Freundin sich vor drei Monaten von ihm getrennt hatte. Wegen der weit voneinander entfernten Wohnorte, der wenigen Zeit an nur einigen Wochenenden und so weiter und so fort. Tiga meinte, diese Freundin sei es dann nicht wert gewesen. Das war zwar tröstend gemeint, aber so einfach lagen die Dinge nun auch nicht. Jedenfalls war er seitdem Single. Er bedankte sich dafür, dass das Hotel ihm ausnahmsweise das ursprünglich gebuchte Doppelzimmer als Einzelzimmer berechnet hatte. Er hatte dasselbe Zimmer wie im vorigen Jahr, im obersten zweiten Stock, mit Balkon, Blick auf das Meer und den davor gelegenen Badestrand.
Tiga übergab ihm die Schlüssel für sein Zimmer und den Nebeneingang des Hotels, ließ den Koffer und die Reisetasche nach oben bringen. Sie besorgte ihm aus der Küche kalte Dolmades und ein Glas mit Wasser vermischtem Weißwein. Die mit gewürztem Reis und Rosinen gefüllten Weinblätter schmeckten wunderbar und das Getränk erfrischte. Er hatte es eilig und wollte so schnell wie möglich an den Strand.
Als er sich verabschiedete, meinte Katerína: „Übrigens, Andríko, dein Griechisch ist noch besser geworden“.
„Ich habe auch den ganzen Winter geübt, Tiga, damit ich dir noch schönere Komplimente machen kann.“
Sie lachte. „Ich warte darauf, Andrikouli. Heb mir ein paar auf. Verschenk sie nicht alle am Strand.“
Diese Tiga. Wenn ihn eine durchschaute, dann seine Wahlschwester.
Auf dem Zimmer packte er seine Badesachen, zwei Flaschen Wasser aus der Zimmerbar und ein Buch ein und verließ das Hotel durch den Nebeneingang. Er überquerte die Straße. Unter einer Tamariske schlief die „Viererbande“, vier Hunde des Ortes, welche immer gemeinsam durch die Gegend streunten. Sie nahmen ihn nicht zur Kenntnis. Auf dem gepflasterten Weg im Schatten der Tamarisken, in deren Wipfeln die Singzikaden zu Tausenden zirpten, ging er am Textilstrand vorbei in Richtung der felsigen Halbinsel Sarella. Am Fuß der Steilwand befand sich der einzige offizielle FKK-Strand Kretas. In den letzten Jahren kamen, besonders am Wochenende, immer mehr Kreter, erstaunlicherweise auch jüngere Frauen, von der ganzen Insel hierher. Heute, da viele Touristen ab- und anreisten, war der Strand nur halb gefüllt. Selbst um diese Tageszeit waren noch viele Liegen und Sonnenschirme frei. Er stapfte durch die Dünen, fast die einzigen auf Kreta, die sich im Windschatten der Steilwand gebildet hatten. Auch die wilden Strandlilien, die hier wucherten, waren sehr selten. Im September blühten sie mit süßem, betäubendem Duft.
Er rückte eine Liege in den Schatten eines Schirmes, legte seine Sachen ab, zog sich aus und ging in Badeschuhen durch den heißen Sand zum Uferstreifen. Die Latschen stellte er dort ab und watete ins Meer. Das Wasser erfrischte, war noch nicht zu warm. Er umging die aus dem Meer ragenden Sandsteinblöcke und achtete auf die im Wasser verborgenen flachen Steinplatten. Vielleicht hundert Meter weit schwamm er hinaus, ließ sich dann von den leichten Wellen zurücktragen. Nachdem er sich unter der Dusche das Salzwasser vom Körper gespült hatte, ging er zu seiner Liege, trocknete sich ab, cremte sich ein, breitete das Handtuch über die Liege und legte sich hin. Nun spürte er doch Müdigkeit, schließlich war er seit dem frühen Morgen auf den Beinen, und dämmerte vor sich hin.
Er wachte auf, weil ihm die Sonne ins Gesicht schien. Nachdem er die Liege in den Schatten des Schirmes gerückt und sich wieder hingelegt hatte, fiel sein Blick auf die Frau unter der Dusche, vielleicht zehn Meter von ihm entfernt. Ihre Gestalt hob sich deutlich vor der Felswand im Hintergrund ab.
Sie war schlank, mittelgroß, am ganzen Körper leicht gebräunt. Die schwarzen Haare hatte sie hochgesteckt. Den Kopf nach hinten gebogen, strömte ihr das Wasser über die Brüste, den Bauch, in das dichte schwarze Schamhaar und dann die Beine hinunter. Sie beugte sich nach vorn, ließ das Wasser den Rücken hinab über die Pobacken fließen. Der Hintern war fest. Obwohl sie kräftige Schenkel hatte, wirkte der ganze Körper sportlich, dabei nicht zu muskulös, sondern sehr weiblich. Als die Frau das Wasser abstellte und sich umdrehte, blitzten die im Vlies des Venushügels versammelten Wassertropfen in der Sonne wie hundert Diamanten. Es sah aus, als schmücke sich das Delta der Lust mit einem Geschmeide. Ein wunderschöner Anblick, den sie bot. Und vor allem, sie ahnte nichts davon.
In Richtung des großen Feigenbaumes entfernte sie sich. Um die Pfütze vor der Dusche schwirrte ein Schwarm Sandwespen, die ihren Durst stillten. Unter der Feige angekommen, trocknete die Frau sich ab, legte sich auf ihre Liege, nahm eine Zeitschrift vom Boden auf und las. Eine gute Idee. Andreas holte sein Buch aus der Tasche und vertiefte sich in die Lektüre. Umfangreiche Ausgrabungen an der südlichen Donau hatten Überreste großer Städte zu Tage gebracht. Diese waren größer als die Mesopotamiens und bezeugten Europas erste Hochkultur zwischen 6000 und 4000 Jahren vor Christus, noch vor der minoisch-mykenischen Zeit in Griechenland.
Eine Stunde mochte vergangen sein. Gerade als er interessiert das Foto einer Frauenstatuette mit breiten Hüften und spiralförmig gezeichneten großen Hinterbacken betrachtete, welche zum Ritual einer Fruchtbarkeitsgöttin der Jungsteinzeit gehörte, ging die schöne Frau von der Dusche an ihm vorbei zum Meer. Er sah ihr nach. Die sanft geschwungenen Hüften verkörperten einen anderen Typ von Weiblichkeit. Beim angestrengten Gehen im Sand rollten die Pohälften gegeneinander.
Er wartete ein paar Minuten und ging dann ebenfalls baden. Seine Schuhe stellte er ein Stück weiter neben ihre und ging den Wellen entgegen. Die Frau saß nichtsahnend auf einem grün bewachsenen Sandsteinblock, baumelte mit den Beinen im Wasser und hielt, die Augen geschlossen, ihr Gesicht in die Sonne. Sie war ja wohl von allen guten Geistern verlassen.
„Runter da!“, rief er ihr zu. Sie reagierte nicht. „Hallo, Sie da! Runter von dem Stein!“
Die Frau schlug die Augen auf, sah ihn verständnislos an, zuckte mit den Schultern und schloss wieder die Augen. Sie verstand ihn wohl nicht. Bei ihr angekommen, riss er sie vom Stein. Die weichen Brüste und der Bauch prallten an seinen Körper.
„Sie dürfen sich nicht auf die Steine setzen!“
Die Frau starrte ihn mit weit aufgerissenen, tiefblauen Augen an. Entrüstet schrie sie: „Was fällt Ihnen ein! Sind Sie verrückt!“
Eine Deutsche, freute er sich, da klatschte schon ihre Hand in sein Gesicht. Sie zeigte ihm einen Vogel und mit den Armen rudernd eilte sie ins tiefe Wasser. Er sah ihr verdattert nach. Zum Schwimmen verspürte er nun keine Lust mehr. Ein schöner erster Urlaubstag war das! Als er aus dem Wasser stieg, saßen alle auf den Liegen und starrten ihn an. Am liebsten hätte er die Badelatschen der Frau ins Meer geworfen. „Gafft nicht so“, sagte er laut, „versteht ja doch nichts.“
Er duschte, trank eine Flasche Wasser halb leer, stellte das Kopfteil der Liege höher, legte sich hin und nahm wieder das Buch zur Hand. Die Statuette der Göttin erschien ihm jetzt etwas attraktiver. Zumindest blamierte sie ihn nicht. Nun, die Schwarzhaarige würde bald spüren, wie gut er es mit ihr gemeint hatte. Als sie vom Baden kam, bezwang er seine Neugier und nahm keine Notiz von ihr. Später, er drehte sich auf die andere Seite, ihr zugewandt, sah er, wie sie sich verstohlen zwischen den Schenkeln kratzte. Das Jucken würde noch ein paar Tage zu spüren sein. Trotz Schadenfreude tat sie ihm etwas leid. Er schloss die Augen. Im Halbschlaf sah er die donauländische Schöne mit schokoladenbraunen mächtigen Hinterbacken. Auch die riesigen Brüste zierte das Spiralmuster. Im Gegensatz zum Foto hatte sie Arme und kratzte sich mit breiten Händen zwischen den prallen Schenkeln.
Benommen wachte er aus tiefem Schlaf auf. Über sich hörte er eine Frauenstimme. Vor ihm stand die Schwarzhaarige. Was wollte sie? Er dachte nicht daran sich aufzurichten und blieb demonstrativ liegen. Ihr Busch befand sich über seinen Augen. Wirklich sehr schön, das schwarze Gekräusel. Der Bauch war flach. Die Frau hockte sich vor ihn. Nun sah er auf die hoch angesetzten Brüste. Sie konnte auch ohne BH gehen. Die wisí drängten nach außen und bedurften kaum einer Stütze. Die Schlucht zwischen den Brüsten war zwei Finger breit. Gern würde er dort hindurchwandern, auf die Hügel kraxeln, die Warzen und die dunklen Vorhöfe streicheln.
„Sie hören mir ja gar nicht zu!“, sagte sie gereizt.
„Wie?“ Er sah ihr ins Gesicht. „Was meinten Sie?“ Auf Mitte dreißig schätzte er sie, ein paar Jahre jünger als er. Ihre Nase war schmal. In den Augenwinkeln nisteten kleine Falten.
„Ich sagte, dass ich mich bei Ihnen entschuldigen möchte.“
Nun schwang er doch die Beine von der Liege. „Setzen Sie sich doch bitte.“
„Danke.“
„Brennt es sehr?“
„Ja, fürchterlich. Dabei habe ich doch nur ganz kurz gesessen.“
„Ihr Glück.“
„Ich bitte Sie wirklich um Verzeihung. Ich ahnte doch nicht, warum Sie mich vom Stein zerrten.“
„Das sind Seeanemonen. Nesseltiere. Die leben in Symbiose mit Algen auf den vom Meer umspülten Steinen. Sieht wie Moos aus. Ist aber nicht gefährlich. Tut nur weh. Es klingt in einigen Tagen ab. Sie können eigentlich nur kühlen. Und halten Sie die Beine auseinander, wenn Sie liegen.“ Bei der Vorstellung dieses Anblicks musste er sich das Grienen verkneifen.
„Ich möchte das Missverständnis wiedergutmachen. Was kann ich denn tun, damit Sie die Ohrfeige vergessen?“, fragte sie.
„Oh, da sind zwei Aspekte zu beachten“, dachte er laut nach. „Erstens die Blamage vor allen Badern und zweitens der eigentliche Dank für meine gute Absicht. Kommen Sie morgen wieder hierher?“
„Ja, vormittags.“
„Als Rehabilitierung vor den Badegästen wäre es gut, wenn ich meine Liege dann neben Ihre stellen dürfte. Ich komme nach dem Frühstück, so gegen zehn.“
„Dann bin ich schon hier.“ Die Frau überlegte. „Sie sind ganz schön schlau. Aber ich stehe in Ihrer Schuld. Abgemacht.“
„Würden Sie, wenn Sie vor mir da sind, schon zwei Liegen und einen Sonnenschirm unter dem Feigenbaum aufstellen?“
„Aber brauchen wir denn einen Schirm? Unterm Baum ist es doch schattig?“
„Aber noch nicht zu der Zeit.“
„Gut, das tue ich. Das wäre die Rehabilitierung? Und was wäre dann der eigentliche Dank?“
„Darüber reden wir morgen.“ Er wusste noch nicht, was er von ihr einfordern würde.
„Sie machen es aber spannend. Da kann ich ja die ganze Nacht nicht schlafen.“
„Ach, so schlimm wird es schon nicht. Sie haben nichts Unangenehmes zu befürchten. Übrigens, ich bin Andreas. Aber sagen Sie bitte nicht Andy. Das hasse ich. Besser Andriko, wie meine griechischen Freunde mich nennen.“
„Ich bin Beatriz, mit „iz“ geschrieben. Mein Großvater war Spanier. Sie können mich aber Bea nennen.“
„Bea, ich will jetzt noch einmal schwimmen und dann zurück ins Hotel.“
„Ja, ich wollte auch noch mal ins Wasser, bevor ich losgehe.“
Sie standen auf und stapften zusammen durch den Sand zum Meer.
Bea schwamm besser als er. Ein Stück weit war sie vor ihm, als er schon umkehrte. Am Strand hatte sie ihn fast eingeholt. Sie duschten nacheinander.
Nach zehn Minuten stand sie, er war schon angezogen, neben ihm, in einer verwaschenen blauen Jeans. Ihr Top war so geschnitten, dass man schön den Ansatz der Brüste sehen konnte. Die Strandtasche hatte sie sich über die Schulter gehängt. In einer Hand baumelten zierliche, braune Ledersandalen. „Wollen wir?“
„Ja.“ Er schnappte sich seine Tasche. Sie machten sich auf den Heimweg. Es war schon später Nachmittag. Auf dem Pflasterweg angekommen, verstaute sie ihre Badeschuhe und zog, sich auf ihn stützend, die Sandalen an.
„Da vorn, das ist mein Hotel“, zeigte er auf ein Gebäude am Ende des Strandweges. „Und wo wohnen Sie?“
„Eine Freundin hat mir ihr Haus im Ort überlassen, während sie Urlaub in Italien macht.“
„Ein ganzes Haus! Da haben sie es gut getroffen.“
Bea erzählte ihm von ihrer Studienkommilitonin Irene an der Kunsthochschule in Berlin. Bea hatte dort Malerei studiert. Rena, wie Irene sich später nannte, war gelernte Goldschmiedin, fand diesen Beruf aber dann nicht mehr interessant und studierte lieber Bildhauerei. Die beiden Frauen befreundeten sich und unternahmen viel gemeinsam. In einem griechischen Restaurant lernte Rena den Besitzer, Silénos, einzigen Sohn einer reichen Hotelierfamilie aus Réthymnon kennen, heiratete ihn und bekam auch gleich ein Kind von ihm. Bea fand das alles ziemlich überstürzt. Ohnehin mochten sie und Silénos sich nicht besonders. So schlief die Freundschaft zwischen den Frauen etwas ein. Drei Jahre nach der Geburt der Tochter Nike starb Renas Mann bei einem Autounfall. Er fuhr, wohl übermüdet, mit voller Geschwindigkeit unter einen Laster und war auf der Stelle tot. In der letzten Zeit ihrer Ehe hatte es zwischen ihnen gekriselt, mit Streitereien bis in die Nacht.
Irene verkaufte dann das Restaurant in Berlin und zog bald darauf nach Hamburg, wo ihre Eltern wohnten. Der Kontakt zwischen Rena und Bea brach völlig ab. Als zehn Jahre später kurz nacheinander die Eltern von Silénos starben, erbte Irene das große Hotel in Réthymnon sowie das kleine Hotel und das Sommerhaus der Familie in Plakiás. Beide Hotels verkaufte sie an je einen Cousin von Silénos. Als die Tochter vierzehn Jahre alt war, blieb diese bei den Großeltern und Rena zog nach Plakiás in das Sommerhaus. Sie eröffnete im Ort ein Geschäft für Schmuck und Kunstgewerbe, teilweise von ihr selbst hergestellt. Nebenbei betrieb sie weiter Bildhauerei, spezialisierte sich auf Plastiken aus Olivenholz.
Andreas kannte Renas Geschäft. Es gefiel ihm. Voriges Jahr hatte er seiner Freundin dort einen schönen Anhänger, einen Rohbernstein, in silbernem Rahmen montiert, gekauft.
Kurz vor Irenes Umzug nach Plakiás trafen sie und Bea sich zufällig auf einer Vernissage in Berlin und Rena lud sie zum Besuch in ihrem Haus bei nächster Gelegenheit ein. Es dauerte zwei Jahre, bis Bea der Einladung folgen konnte. Sie war vorher noch nie in Griechenland gewesen, verbrachte den Urlaub immer nur in Spanien bei Verwandten ihres Großvaters.
Rena war damals in Plakiás schnell heimisch geworden. Sie sprach griechisch und ihre Schwiegereltern waren hier sehr beliebt gewesen. Zudem hatte Irene gute Beziehungen zu der ortsansässigen kleinen Gemeinde von Deutschen. Zurzeit bereiste sie mit ihrer Tochter die Toskana, um die etruskischen Grabdenkmäler und Kunstwerke zu besichtigen. Griechenland kannte Nike schließlich zur Genüge aus den früheren Ferien bei ihren kretischen Großeltern und deren Verwandten auf dem Festland.
Bea und Andreas waren vor seinem Hotel, das einen Restaurantvorbau hatte, angekommen. „Haben Sie zufällig Penaten-Creme, Bea?“, fragte er sie.
„Nein. Warum?“
„Das würde gut gegen ihre Nesseltier-Hautentzündung helfen. Ich habe solche Creme oben auf meinem Zimmer. Ich hole sie. Oder möchten sie mit nach oben kommen und sich mal mein Zimmer ansehen?“
„Darf ich denn das?“, fragte Bea.
„Natürlich. Die Besitzer haben es nur nicht gern, wenn man jemanden über Nacht bei sich behält. Schließlich bezahlt man nur für eine Person. Aber am Tage haben sie nichts gegen Besuch. Außerdem bin ich ja so etwas wie ein Freund des Hauses. Kommen Sie, wir gehen durch den Nebeneingang.“
„Warum nicht durch den Haupteingang? Sie haben wohl doch ein bisschen Angst vor dem Personal.“
„Überhaupt nicht. Das Haus hat drei Eingänge. Einen Nebeneingang zur Rezeption, den Haupteingang hier, durch den man in das öffentliche Restaurant und dann ins Innere des Hotels kommt und den Nebeneingang von der Seitenstraße aus. Für den erhalten alle Hotelgäste einen Schlüssel, so dass sie nicht immer durch den Gastraum gehen müssen und die dort sitzenden Gäste stören. Außerdem schließt das Restaurant um 23.00 Uhr. Und danach kommt man nicht mehr durch den Haupteingang hinein.“ Er öffnete die Nebeneingangstür und sie stiegen die Treppen hinauf bis in das Obergeschoss.
Als sie sein Zimmer betraten, staunte Bea: „Das ganze Zimmer in blau und weiß.“
„Das sind die typisch kretischen Farben.“
„Hell und sonnig ist es. Und einen Balkon haben sie auch.“ Sie betrat ihn.
„Ja, aber trotz der Markise ist es darauf sehr heiß.“
Während sie auf das Meer schaute, holte er ein Fernglas und gab es ihr. „Hier, Bea, sehen Sie sich mal unseren FKK-Strand dort links vor den Felsen an.“
„Es sind immer noch Leute dort. Und das betrachten sie wohl öfter genüsslich?“
„Nein, was denken Sie? Am Vormittag scheint voll die Sonne auf den Balkon. Und wenn man dann durch das Glas zum Strand schaut, bemerken die Badenden dort das Blitzen und beschweren sich eventuell im Hotel. Am Nachmittag fällt es natürlich niemandem auf. Aber ich sehe lieber aufs Meer. Den FKK-Strand besuche ich ja fast jeden Tag.“
Sie schwenkte das Fernglas nach rechts, so dass sie den Ort vor sich hatte. „Oh, da hinten ist Renas Haus! Das weiße mit den blauen Türen und Fensterrahmen und den Oleandern auf der Treppe. Sehen Sie selbst.“
Sie gab ihm das Glas. Er fand das Haus. Es war schön und ziemlich groß. „Wirklich toll“, staunte Andreas. „Darin kann man sich wohlfühlen. Und einen großen Garten hat es auch, voller Bäume.“
„Zitronen, Orangen und was weiß ich noch.“
„Bea, wollen wir uns nicht einen Augenblick ins Zimmer setzen?“, fragte er. „Mir ist hier draußen, ehrlich gesagt, zu heiß.“
Er bot ihr einen Stuhl an dem kleinen Tisch an. Sie setzte sich.
„Jetzt bekommen Sie erst mal die Creme.“ Der Schublade des Nachttisches entnahm er eine Blechschachtel.
Bea sah sich gründlich im Raum um. „Das ist ja ein Doppelzimmer?“, wunderte sie sich.
„Sie hatten keine Einzelzimmer mehr“, erwiderte er kurz. „Die Creme hier schmieren Sie sich auf die entzündeten Stellen. Dann klingt es besser ab. Und immer wieder kühlen. Dann haben Sie es in wenigen Tagen halbwegs schmerzfrei überstanden.“
„Danke, Sie sind ein Schatz. Ich werde alles befolgen, Herr Doktor.“
Andreas lachte. „Möchten Sie noch einen Schluck Wein mit mir trinken?“
„Wenn Sie welchen haben.“
„Nur weißen.“
„Ich trinke gern Rotwein, aber auch Weißwein.“
Er ging zur Zimmerbar, holte eine Flasche Weißwein und eine Flasche Wasser heraus, nahm aus einem Schrank zwei Weingläser und stellte alles auf den Tisch. Mit einem Korkenzieher aus dem Nachttisch entkorkte er den Wein und goss die Gläser halbvoll. Dann füllte er sie mit Wasser auf.
„Warum verpanschen Sie denn den Wein?“, fragte Bea neugierig.
„Wer ihn hier pur trinkt, gilt als Barbar, fast als Alkoholiker. Zumal bei dieser Hitze. Zwei, drei Gläser und Sie lallen und torkeln vielleicht. Schon in der Antike mischten die Griechen ihren Wein mit Wasser. Dafür hatten sie große Mischkrüge, die reich verziert, oft auch mit erotischen Szenen geschmückt waren. Wenn Sie in Ihrem Urlaub eine Bustour nach Heraklion machen, können Sie solche Gefäße dort im Museum besichtigen. Jetzt aber zum Wohl. Auf unsere Bekanntschaft.“
Bea lachte: „Auf unsere besondere Art, Bekanntschaft zu schließen.“ Die Gläser klirrten aneinander. „Kann man trinken“, meinte Bea.
„Und Sie haben also Malerei studiert?“, fragte er.
„Ja, ich bin beruflich wirklich Malerin, habe ein eigenes Atelier und außerdem eine Verkaufsgalerie für bildende Kunst in Berlin-Wilmersdorf. Zwei Straßen weiter wohne ich auch. Und was sind Sie von Beruf, Andreas?“
„Ich bin studierter Museologe. Arbeite im Landesmuseum in Schwerin. Wohne in Hagenow. “ Er goss ihnen nach.
„Oh“, rief Bea nach einem Blick auf ihre Uhr, „ich muss los, noch ein paar Anrufe für meine nächste Ausstellung machen.“ Sie trank hastig aus und legte die Creme in ihre Tasche.
„Ich bringe Sie runter, Bea“
„Nein, Andreas. Das brauchen Sie nicht.“ Sie gab ihm die Hand. „Also, bis morgen um zehn Uhr?“
„Ja, spätestens. Vielleicht bin ich auch ein bisschen eher da.“ Er folgte ihr bis zur Treppe, die sie hinuntereilte.
„Danke für alles, wirklich für alles.“ Sie winkte ihm zu. Er hörte das Klappen der Haustür.
Vom Balkon aus sah er, wie sie schnellen Schrittes ging. Plötzlich wandte sie sich um, entdeckte ihn auf dem Balkon und winkte noch einmal.
Jetzt sah auch er auf die Uhr. Tatsächlich. Schon 19.00 Uhr. Zeit fürs Abendessen. Heute würde er sich Lammbraten und einen herzhaften Tomatensalat mit Basilikum gönnen. Er trank sein Glas aus und stieg die Treppen hinab.
Am nächsten Vormittag kam er schon halb zehn am FKK-Strand an. Diesmal waren es deutlich mehr Urlauber als gestern. Er sah kaum eine freie Liege. Zum Glück hatte Bea ihr Versprechen gehalten. Unterm Feigenbaum standen zwei Liegen nebeneinander, beschattet von einem Sonnenschirm. Auf einer lag Bea. Als Andreas vor ihr stand, zeigte er die Faust mit aufrechtem Daumen. „Gut gemacht!“
„Um eine Liege habe ich mich gestritten. Aber ich war drei Schritte vor der Frau dran. Sie hat mächtig auf Russisch geschimpft. Ich habe nicht nachgegeben“, sagte Bea.
„Prima.“ Er gab ihr die Hand. „Was macht Ihr kleines Problem?“
„Ich habe wirklich viel gekühlt, wie der Doktor mir empfahl. Und bevor ich ins Bett ging, habe ich mich gut eingecremt. Und bis heute Morgen durchgeschlafen.“
„Na fein. Dann werden wir es auch bald überstanden haben“, sagte er in typischem Ärztejargon.
Sie lachte belustigt. „Sie könnten wirklich einen Arzt spielen.“
„Besser nicht.“ Er zog sich aus und sah dabei die Gemeindeangestellte ihre Runde machen. Aus seiner Tasche kramte er das Portemonnaie, das Geschirrtuch, welches ihm Tiga mitgegeben hatte, und zwei kalte Flaschen Wasser.
Da stand die Frau von der Gemeindeverwaltung auch schon vor ihnen. Bea schaute interessiert zu, wie er sich auf Griechisch mit der Angestellten unterhielt. Er bezahlte für zwei Liegen, der Sonnenschirm war inbegriffen, bekam zwei Karten ausgehändigt und wurde ermahnt, vor dem nach Hause gehen unbedingt die Liegen und den Sonnenschirm wieder am Strand aufzustellen.
„Sie können ja Griechisch“, staunte Bea, als die Frau sich entfernte.
„So leidlich, ich komme ja schließlich schon mehr als zehn Jahre hierher.“
„Gestern hat doch niemand kassiert“, wunderte sie sich.
„Am späten Nachmittag verzichtet die Gemeinde darauf.“ Andreas hielt ihr das Geschirrtuch hin. „Halten Sie mal.“ Er goss das kalte Wasser übers Tuch, wrang es etwas aus und faltete es zusammen. „Dieses Tuch“, dozierte er, „legen Sie sich nun zwischen die Schenkel. Wenn es warm wird, gießen wir wieder kaltes Wasser drüber.“
„Sie sind ja richtig lieb zu mir.“
„Na ja, sagen wir es so, ich bin kein Unmensch. Habe Ihre Qualen auch schon einmal durchlitten. Aus Schaden wird man klug.“
Sie legte sich das Tuch zwischen die Beine und seufzte. „Herrlich. Das tut gut. Auf die Idee kam ich gestern Abend gar nicht. Ich habe nur unter der Dusche kaltes Wasser über die roten Stellen laufen lassen.“ Bea streckte sich auf der Liege aus. „Andreas, stört es Sie, wenn ich jetzt die kühle Windel genieße und ein wenig schlafe?“ „Nein, überhaupt nicht. Ich lese inzwischen.“
Bea wandte ihm den Rücken zu. Ein Zipfel des Tuchs sah zwischen den Schenkeln hervor. „Ach, Andreas“, sagte sie plötzlich, „würden Sie mir bitte noch den Rücken einschmieren? Die Haut spannt schon.“
„Gern.“ Er stand auf. Sie reichte ihm die Tube Sonnenschutz und legte sich auf den Bauch. Er schmierte den Nacken und die Schulterblätter ein. Ihm fiel auf, dass sie kräftige Schultern hatte. Als Andreas seitlich am Rücken entlang strich, berührten seine Finger leicht die Brüste. Bea räusperte sich. Er zog die Finger zurück, spritzte noch einen Klecks auf den Rücken über den Lendenwirbeln und verrieb ihn. Er blickte auf Beas Vulva zwischen den gespreizten Schenkeln. Von den Nesseltieren war sie verschont geblieben. Die äußeren Lippen waren prall geformt, mit schwarzen Härchen bedeckt und der Schlitz war deutlich eingekerbt. Schade, dass Frauen die Bezeichnung „Pflaume“ nicht mochten. Dabei sah das weibliche Geschlecht tatsächlich wie eine Pflaume aus. Wenigsten „Pfläumchen“ sollte Männern erlaubt sein zu sagen Auch einem dicken gespaltenen Pfirsichstein ähnelte die mouní. Bea bewegte sich etwas. Die äußeren Lippen klafften jetzt ein wenig auseinander und zwischen ihnen sah er einen rosa Streifen. Nun wirkte ihr Geschlecht wie eine Mohnknospe, die gerade aufplatzt. Er musste sich beherrschen, sie nicht zu streicheln. Die Hand rutschte etwas tiefer zum Ansatz des schön gerundeten Hinterns.
„Nur den Rücken, Andreas, den Rücken“, ermahnte Bea ihn. Er gab ihr die Tube zurück und legte sich auf die Liege. Sie stand auf, cremte sich den Po ein, dann die Vorderseite, die Oberschenkel und Waden bis hinunter zu den Füßen. „Soll ich Sie auch einschmieren, Andreas?“
„Nein, danke. Noch nicht nötig.“
Wieder auf der Liege, drehte sie ihm erneut den Rücken zu. Ab und zu warf er einen Blick auf ihre mouní zwischen den Schenkeln. Sein Glied versteifte sich etwas.
„Der typische FKK-Bader sind Sie aber nicht, Andreas“, sagte Bea nach zirka einer Viertelstunde. Sie schlief also nicht. „Wieso, wie meinen Sie das, Bea?“
„Als ich mich gestern duschte, betrachteten Sie mich sehr eingehend. Wäre ich nicht schon nackt gewesen, ich hätte geglaubt, Sie zögen mich in Gedanken aus. Und als ich mich bei Ihnen entschuldigte, waren Sie tief in den Anblick gewisser Details versunken. Ich denke, FKK-Bader sehen sich immer nur ins Gesicht?“ Sie drehte sich um und sah ihn belustigt an. Spottfunken tanzten in ihren Augen, als ihr Blick kurz seine untere Körperhälfte streifte.
Er zwang sich, ihr fest in die Augen zu blicken. „Sie gehen doch auch FKK-Baden?“
„Ja.“
„Und wohin schauen die Männer bei Ihnen?“
„Einige dorthin, wo Sie hingesehen haben.“
„Wer hat denn nun eigentlich wen beobachtet?“, fragte er wieder.
„Aber ich Sie erst, nachdem Sie mich. Da, Sie rutschen mit den Augen schon wieder tiefer.“
Er stöhnte, leicht genervt. „Ich kann mich eben nur schwer zwingen, weibliche Schönheit nicht näher in Augenschein zu nehmen. Wäre es Ihnen lieber, wenn ich nicht hinsähe?“
„Wissen Sie, Andreas, ich kann Sie sogar verstehen.“
„Wirklich?“
„Wie sie den weiblichen Körper mögen, mag ich den männlichen. Ich erzählte Ihnen doch gestern, dass ich eine Ausstellung vorbereite.“
„Ja, das sagten Sie.“
„Es ist eine Aktausstellung. Die beteiligten Künstler haben mir aber ausschließlich weibliche Akte gegeben. Das geht so nicht. Ein paar männliche Akte müssen schon dabei sein.“
„Das leuchtet mir ein.“
„Gut, dass Sie das verstehen. Und nun mein Attentat auf Sie: Andriko, Sie müssen mir Modell stehen.“
„Sie wollen mich nackt malen?“
„Ja“, bekräftigte Bea ihr Anliegen.
„Das kommt nicht in Frage. Wenn man mich erkennt!“
„Nun seien Sie doch nicht prüde, Andriko. Als FKK-Bader! Ich verspreche Ihnen auch, das Gesicht nicht zu deutlich zu malen. So erkennt Sie niemand. Und außerdem, wer aus Ihrer Gegend fährt denn zu meiner Ausstellung nach Berlin?“
„Und Sie malen mich mit Penis?“
„Na, selbstverständlich. Der gehört doch wohl dazu. Und kann sich sehen lassen.“ Sie grinste.
„Suchen Sie sich einen anderen Mann.“
„Andriko, es ist nicht mehr viel Zeit. Haben Sie sich doch nicht so.“
„Aber nur mit schlaffem Schwanz!“
„Nein, mit halb steifem.“
„Mamma mia. Mir bleibt wohl nichts erspart. Hätte ich Sie nur nicht vom Stein gerissen. Und wenn er völlig schlapp bleibt?“
„Bleibt er nicht. Bei der Hitze bin ich selber nackt, wenn ich zeichne. Oder gefällt Ihnen mein Körper nicht?“
„Doch, doch“ versicherte er eilig und das entsprach ja der Wahrheit.
„Wir schaffen das schon. Außerdem besitzt Rena eine umfangreiche erotische Bibliothek. Dann gebe ich Ihnen eben das „Kamasutra“ zum Lesen. Und wenn das nicht hilft, muss ich selber Hand anlegen.“ Sie kicherte. „Aber das wird nicht nötig sein. Da bin ich mir ganz sicher.“ Bea sah ihn erwartungsvoll an.
Nach kurzem Überlegen meinte er: „So ganz ungeschoren kommen Sie aber auch nicht davon.“
„Wie das?“
„Haben sie heute Abend schon etwas vor?“
„Nein, noch nicht.“
„Dann lade ich Sie zu einem Abendessen in mein Lieblingsrestaurant ein. Es liegt auf dem Berg hinter Plakiás, auf halber Strecke zwischen dem Ort und Mirthios. Und gehört einem Freund von mir, Giannis. Von dort hat man einen herrlichen Blick auf die Bucht mit dem Hafen.“
„Ich bezahle.“
„Nein, ich bezahle. Aber ich genieße dann den ganzen Abend Ihre Gesellschaft.“
„Erpresser!“
„Gut, Bea, dann suchen Sie sich ein anderes Modell.“
„Nein, nein. Das geht in Ordnung.“
„Der Abend ist dann zugleich Ihr Dank für meine gute Tat gestern.“
„Oh, da habe ich Glück! Ein Abend zusammen für zwei gute Taten von Ihnen. Wobei, die zweite, das Modellsitzen, steht noch aus. Und wann wollen wir hingehen?“
„Ich hole Sie um sieben vor dem Haus ab. Ich weiß ja, wo es ist. Wollen wir jetzt baden?“
Sie rannten zum Meeressaum. Im Wasser spritzte sie ihn voll und rief: „Wir schwimmen um die Wette.“ Und kraulte davon. Da kam er mit Brustschwimmen nicht hinterher.
Als er zurück zum Ufer schwamm, holte Bea ihn ein. „Na, ein überragender Schwimmer sind Sie aber nicht, Andriko.“
„Bea, ich habe mir mit vierzehn Jahren auf der Erweiterten Oberschule in der Stadt, heute heißt das ja Gymnasium, das Schwimmen mühsam selber beigebracht, um mir nicht meine Sportzensur zu vermasseln. Bei uns zu Hause gab es weit und breit keinen Badesee.“
„Und ich war Dritte der Berliner Schwimm-Meisterschaft in meiner Altersklasse. Soll ich Ihnen in den nächsten Tagen Nachhilfeunterricht geben, als Honorar für das Modellsitzen.“ Sie meinte es wohl ernst.
„Nein, nicht nötig. Es müssen ja nicht alle den Ärmelkanal durchschwimmen können.“
„So gut bin ich nun auch nicht.“
Als er auf der Liege wieder in seinem Buch las, fragte Bea ihn belustigt, auf den Buchdeckel mit der Abbildung der Donauschönen deutend: „Das ist wohl Ihr Frauenideal?“
„Nein. Das müssen Sie verstehen. In der Steinzeit war es wichtig, dass die Frauen richtige Fettpolster an Brüsten und Hintern hatten, damit sie in der ernährungsarmen Winterzeit die Kinder durchbrachten. Damals säugten die Frauen ihre Kinder mehrere Jahre. Demzufolge wurden üppige Frauen auch verehrt.“
„Und wie sieht Ihr Frauenideal aus, Andreas?“
„Stellen Sie sich heute Abend vor dem Anziehen vor den Spiegel, dann sehen Sie es.“
„Sie Schmeichler!“
„Nein, Sie sind wirklich eine sehr schöne Frau, Bea, ohne Schmeichelei.“
„Ich will es Ihnen glauben.“ Sie zauderte kurz. „Sagen Sie, Andriko, wollen wir uns nicht duzen? Ist doch viel unkomplizierter.“
„Ja, Bea, gern.“
„Aber jetzt schlafe ich wirklich.“ Sie lächelte und schloss die Augen. Nach kurzer Zeit hörte er Bea ruhig atmen. Er betrachtete ihr im Schlaf völlig entspanntes Gesicht, die schönen Brüste, den dichten Pelz ihrer Scham, ließ das Buch fallen und machte die Augen zu. Im Wegdämmern sah er Bea vor sich. Verführerisch blickte sie ihn an und spreizte, nach ihm verlangend, die Beine.
Als er aufwachte, fragte Bea, seltsam hintersinnig: „Hast du gut geschlafen?“
„Ja.“
„Und auch etwas Schönes geträumt?“
„Wieso fragst du?“
Sie blickte auf seinen Unterkörper, wo sich jemand halb aufgerichtet hatte. Er versteckte ihn unter den Händen.
Bea grinste. „So viel zu deinem Zweifel an einsetzender Erektion. Ich habe die Bilder schon fast vor Augen. Weiß nur noch nicht, ob ich dich im Liegen oder Sitzen male. Im Stehen würde es auch gut aussehen. Wirkt dann auf Frauen leicht bedrohlich.“ Sie lachte auf.
„Wann willst du mich denn eigentlich malen?“
„Gleich morgen Vormittag fangen wir an, denke ich. Zuerst mache ich Skizzen von dir. Danach können wir baden gehen. Vielleicht brauchen wir einige Tage, bis ich fertig bin. Ich will ja zwei, drei Bilder malen. Wollen wir, wenn du wieder vorzeigbar bist, ins Wasser?“
„Es geht schon.“ Er nahm die Hände vom Geschlecht.
„Dann los.“
Im Meer schwamm sie mit ruhigen, gleichmäßigen Zügen neben ihm her.
„Dein Brustschwimmstil ist richtig verkorkst, Andriko. Du hast es dir damals irgendwie falsch beigebracht. Na gut, du kannst nichts dafür. Hättest wirklich einen Schwimmlehrer gebraucht.“
„Hauptsache, ich kann nicht ertrinken“, schnaufte er.
„Das passiert nicht, zumindest jetzt. Ich habe eine Rettungsschwimmer-ausbildung.“
„Da bin ich ja beruhigt. Aber ich kehre trotzdem schon um.“
Nach dem Duschen wieder an ihrem gemeinsamen Platz angekommen, sagte Andreas: „Jetzt abtrocknen, eincremen, kühlen.“
„Ich gehorche.“ Bea rubbelte sich trocken und legte sich auf die Liege.
Als er diesmal mit dem Cremen am Hintern anlangte, sagte sie nichts, spreizte sogar deutlich die Beine. So rieb er vorsichtig den Po ein, besonders die entzündete untere Partie, glitt mit den Fingern zwischen die Schenkel, cremte noch sanfter. Ein paar Mal berührte er wie unabsichtlich ihr Pfläumchen. Sie atmete angespannt. Dann kamen ihre Beine dran. Er kitzelte sie in den Kniekehlen. Da kicherte sie und winkelte die Unterschenkel an. So konnte er auch die Waden gut einschmieren. Zum Schluss bekam Bea einen Klaps auf den Allerwertesten. „Fertig.“
„Oh, danke, Andriko. Du hast das ganz vorsichtig gemacht.“
„Ich will dir doch nicht wehtun. Bist schon genug gestraft.“
Nachdem sie sich die Vorderseite eingecremt hatte, sagte sie: „Jetzt bist du dran. Leg dich auf den Bauch.“
Er genoss, wie ihre Hände den Sonnenschutz auf seinen Schultern kräftig verteilten. Ohne zu zögern ging sie vom Rücken zum Hintern über. Dabei berührte sie einige Male auch seinen Hodensack.
Bei den Füßen angekommen, sagte sie mit etwas belegter Stimme: „So, die Vorderseite schmierst du dir selber ein.“
„Ja gleich.“ Als er sich erhob, wandte er ihr schnell den Rücken zu; sie hatte aber wohl doch etwas bemerkt, denn sie griente.
Plötzlich knurrte sein Magen laut.
„Da hat aber jemand Hunger“, lachte sie.
„Ja, ich muss was essen. Möchtest du auch eine Banane?“
„Gerne, ich teile dann mit dir meine Kekse.“
So schälten sie jeder eine Banane, knabberten die Kekse und tranken Wasser, das unter der Liege kühl geblieben war. Bea brachte den Abfall zum nächsten Papierkorb. Dann wiederholten sie das Zeremoniell des Schenkelkühlens. Wieder auf ihren Liegen, schlossen beide die Augen. Über ihnen rauschten die Feigenblätter im leichten Wind.
Als sie erwachten, war es gerade 15.00 Uhr.
„Jetzt muss ich aber nach Hause“, meinte Bea.
So packten sie zusammen, er überließ ihr das Geschirrtuch, und zogen sich an. Heute trug sie Shorts und ein knallbunt gemustertes bauchfreies Top.
Vor seinem Hotel verabschiedeten sie sich. Dabei umarmte sie ihn plötzlich. „Danke, Andriko, für den schönen Badetag. Also bis um sieben.“
„Ja, mach Dich hübsch. Ich möchte vor Giannis ein bisschen mit dir angeben. Und zieh feste Schuhe an. Der Weg auf den Berg ist holprig.“
„Wird gemacht.“ Sie drehte sich um und winkte ihm zu.
Im Hotel ging er auf sein Zimmer. Er stellte den Wecker und legte sich ausgezogen aufs Bett. Als der Wecker klingelte, erwachte er aus tiefem Schlaf und fühlte sich erholt. Er entschied sich für eine weiße Leinenhose, ein blau-weiß gestreiftes kurzärmeliges Hemd und feste Sportschuhe. Fünf Minuten früher als verabredet stand er vor dem Tor des Gartens, der das Haus umgab. Vom mit Zitronen- und Apfelsinenbäumen bestandenen Grundstück drang der Duft vollreifer Früchte, die verstreut auf dem Rasen lagen. Auf der Treppe zur Haustür standen links und rechts gefüllt rosa blühende Oleander, Myrten, Rosmarin, ein Kapernstrauch und rot blühende Geranien in Keramikkübeln. Dies war auf Kreta nicht üblich. Die Einheimischen liebten wegen der kargen Landschaft zwar Blumen, zogen sie aber, zweckmäßig-sparsam wie sie waren, in allen möglichen großen und kleinen Blechdosen, Hinterlassenschaften der Gastronomie.
Bea kam die Treppe herunter. Seinem Rat folgend hatte sie wegen des unebenen Weges den Berg hinauf ebenfalls feste Schuhe angezogen. Die weißen Jeans und die beige Hemdbluse standen ihr gut. Ein schmaler hellbrauner Ledergürtel betonte die Taille. Zwei Knöpfe der Bluse waren geöffnet, so dass er Einblick in den Ausschnitt hatte. Giannis würden die Augen aus dem Kopf kullern. Das Haar trug sie jetzt offen. „Du siehst umwerfend aus, Bea“, stellte er bewundernd fest.
„Danke, aber fall mir nicht wirklich um, Andreas. Sonst muss ich den Notdienst rufen.“
Am Garten und dem davor stehenden großen Johannisbrotbaum vorbei gingen sie durch einige Seitengassen und erreichten den Fuß des Berges. Er spürte eine seltsame Vertrautheit zwischen ihnen. Bea wirkte ruhig und entspannt.
„Giannis ist Grieche“, unterbrach er das Schweigen. „Maria hat er in Deutschland kennengelernt. Sie kocht jetzt vorzüglich kretische Gerichte.“
„Ich bin gespannt.“
Der Weg durch den Olivenhain bereitete doch etwas Mühe. Vor dem Restaurant angekommen, verschnauften sie und genossen den Ausblick. Unter dem Berg vor ihnen und dem Ort dehnte sich weit und endlos das Meer. Am Hafenkai lagen vertäut Fischerboote.
„Das ist wirklich schön“, sagte Bea sichtlich ergriffen. Von der See her wehte eine leichte Brise und formte ihre Brüste ab.
Sie setzten sich an einen Tisch am Rand der Terrasse. Das Restaurant stand auf einer Ebene, welche eine Nische im Berg bildete. Es waren noch nicht viele Gäste da.
Giannis, unter der Nase einen großen Schnauzer, kam aus dem Lokal, erkannte ihn. Der Kreter stürzte auf Andreas zu, umarmte ihn und klopfte ihm die Schulter. Bea gab er die Hand. Leicht irritiert wirkte der Wirt dabei. „Maria“, rief er, „Andrikos besucht uns.“
Die Frau, zwei Köpfe kleiner als ihr Hüne von Mann, eilte herbei, umarmte Andreas, gab Bea die Hand und musterte sie von der Seite. „Wollt Ihr Wein?“, erkundigte sich Giannis auf Deutsch und legte ihnen die Speisekarten auf den Tisch.
„Ja, von deinem selbstgemachten roten“, bekam er griechisch zur Antwort. „Wir suchen uns inzwischen das Essen aus.“ Die Wirtsleute verschwanden im Gebäude.
Bea und Andreas studierten die griechisch und deutsch geschriebene Speisekarte und wählten die Gerichte aus. Er riet Bea, auf Kreta stets Wein „home made“ zu bestellen. Der sei weit preiswerter als Flaschenwein und gut. Es könne nicht schaden, in den Tavernen stets den Wein, die Oliven, das Olivenöl und den Rakí zu loben. Die seien immer von den eigenen Hainen und Weinbergen, nach Familienrezepten hergestellt.
Als Giannis die Karaffe Wein, Gläser und zwei Oúzo mit Eiswürfeln brachte, nahm er die Bestellung entgegen: Octópus in Essig und Öl, eingelegte Zucchini, mit Ziegenkäse gefüllte Tintenfischtuben, Kaninchen mit wilden Kräutern, dazu Reis, und Hähnchen in Zitronensoße mit Rosmarinkartoffeln.
Der Wein war rubinrot, enthielt Aromen von Gewürzen und Früchten und schmeckte voll und rund. Beim Essen, wie üblich wurden alle Gerichte zugleich aufgetischt und sie aßen entsprechend der griechischen Tradition beide von allen Speisen, erzählten sie sich Schnurren aus dem Studium und von der Arbeit.
Weil Bea bemerkt hatte, dass er Giannis mit Gianni angesprochen hatte, wurde sie in das Geheimnis des vierten Falles im Griechischen, eines gesonderten Anredefalles, Vokativ genannt, eingeweiht. Bei männlichen Vornamen wurde dabei in der Anrede das „s“ am Namensende weggelassen.
„Dann heißen Sie eigentlich Andrikos?“
„Richtig.“
Zum Schluss servierte Giannis noch seinen berühmten Schafsjoghurt mit Honig und Nüssen, gekühlt und so steif, dass man ihn mit dem Löffel abstechen musste, und kretischen Rakí auf Kosten des Hauses.
Andreas bezahlte und lobte die Küche. Dem Wirt schwoll vor Stolz die Brust.
Inzwischen blinken rings um die Bucht von Plakiás Lichter in der Dunkelheit. Sie sind beschwipst und verabschieden sich von Giannis und Maria.
Vorsichtig gehen sie den spärlich beleuchteten Pfad hinunter. „Habe ich dir zuviel versprochen?“, fragt er.
„Nein, es war wirklich schön bei den beiden. Ich habe mich sehr wohl gefühlt und geschmeckt hat es auch toll.“ Bea trippelt eine abschüssige Stelle hinab. Plötzlich schreit sie leise auf und stolpert. Er kann sie gerade noch auffangen. Sie lehnt sich gegen ihn. Da küsst er sie flüchtig.
„War das schon alles, Andriko?“, fragt Bea leise und sieht ihm in die Augen.
Er küsst sie erneut. Sie erwidert den Kuss. Zaghaft erforscht seine Zunge ihre Mundhöhle. Bea küsst ihn heftig. Sanft löst sie sich von Andreas. Sie gehen weiter. Nach ein paar Schritten nimmt sie seine Hand. Mit dem Zeigefinger streichelt er die Innenseite ihres Handgelenks.
Am Johannisbrotbaum angekommen, stehen sie unschlüssig voreinander. Sie lehnt sich an den Stamm. Diesmal küssen sie sich stürmisch. Wie balgende Kätzchen spielen die Zungen lange miteinander.
„Musst du eigentlich immer im Hotel schlafen?“, fragt sie ihn ernst.
Er begreift und lacht leise. „Nein ich kann mich auch morgen früh ins Hotel schleichen und das Bett etwas zerwühlen, damit die Zimmerfrau sich nicht wundert.“
„Dann komm.“
Sie gehen zum hinteren Eingang des Gartens hinein, links und rechts stehen Apfelsinenbäume, und steigen die Haustreppe hinauf. Bea schließt auf, knipst das Licht an und warnt ihn: „Erschrick nicht!“
Der kurze Flur endet an einem Bogen, durch den man die Innenräume des Hauses betritt. Über dem Bogen ist das hölzerne Relief einer nackten, sitzenden, mit breitem Mund lachenden Frau befestigt, die ihre Schenkel weit spreizt und die Vulva präsentiert. Eine altgriechische Baubó, die Unheil abwenden soll. Den Durchgang flankieren aus Blöcken von Olivenholz geschnitzte Geschlechtsteile von Mann und Frau. Die Holzklötze sind grob belassen, nur Vulva und Penis fein herausgearbeitet und poliert. Die inneren Lippen des weiblichen Geschlechts sind entfaltet. Ein Astloch verkörpert die Öffnung der Vagina. Der Penis ist stark, aufgerichtet, dick geädert, mit darunter hängendem strammen Hodensack.
„Oh, la la“, entringt sich ihm ein Ausruf der Verwunderung.
„Ja, Rena hat keine Bange, die Dinge auf den Punkt zu bringen. Die beiden wurden erst kurz vor ihrer Abreise fertig. Sie litt wohl unter Entzugserscheinungen.“ Bea lacht schallend.
Sie betreten den großen, mit Fichtenholz gedielten Wohnraum. Eine Couch und Sessel aus grünem Leder umstehen den schlichten Tisch aus Olivenholz.
„Setz dich“, bittet Bea ihn. „Ich hole Wein aus dem Keller. Möchtest Du Musik? Rena hat viel von Míkis Theodorákis. Oder Milva?“
„Ja, gern.“
Im Raum erklingt Milvas einzigartige, leicht rauchige Stimme. Sie singt das Theodorákis-Lied: „Ich mag Dich, weil du klug und zärtlich bist und doch, das ist es nicht allein…“
Beatriz kommt mit einem Krug und zwei Gläsern, setzt sich zu ihm auf die Couch und gießt karminroten Wein ein. „Den bekommt Rena jedes Jahr vom Cousin ihres Mannes.“
Der Wein schmeckt leicht nach Sauerkirschen und Johannisbeeren und hat einen langen würzigen Abgang. Der Winzer verstand etwas von seinem Handwerk.
Sie stoßen an. Bea trinkt, küsst ihn und spült ihm dabei den angewärmten Wein in den Mund. Er schluckt überrascht. Unwillkürlich wird sein Glied in der Hose steif. Er löst Beas Gürtel und zieht ihr die Bluse über den Kopf. Seine Hände umfassen die Brüste. Er haucht Küsse auf beide wisí. Dann auf die Schultern, in die Halsbeuge. Sie erschauert. Ihren Achseln entströmt der Duft von Sandelholz.
Bea öffnet die Augen. „Wart noch einen Augenblick, Andriko. Nur noch ein bisschen.“ Sie steht auf, öffnet die Jeans, streift erst sie, dann den malvenfarbenen Slip hinunter und steigt aus den Sachen. „Ich bin wirklich gleich wieder da.“ Sie geht mit wiegendem Schritt ins Bad. Durch die geschlossene Tür hört er das Rauschen der Spülung, dann der Dusche. Es dauert wirklich nur ein paar Minuten.
Inzwischen ist auch er nackt. Er sieht ihr beim Abtrocknen zu. Wie geschmeidig ihr Körper ist. Er bewundert die gebogene Linie von ihrem Nacken über den Rücken, den Po bis zu den Waden. Die Brüste pendeln, umflossen von den langen Haaren. Sie lehnt sich an ihn und bietet ihm den Mund zum Kuss. Er küsst sie wild, umfasst ihre Hinterbacken und presst den Körper an sich. Der Penis bohrt sich in Beas Bauch. Sie nimmt das Glied und reibt es. An der Hand zieht sie ihn mit sich.
„Nein“, sagt er, „ich muss auch noch mal“, lässt ihre Hand los und geht ins Bad. Er schlägt sein Wasser ab, was gar nicht so leicht ist mit straffem Schwanz, und geht unter die Dusche. Flüchtig trocknet er sich ab.
Als er das Wohnzimmer betritt, ist es darin dunkel und still. Aus einem hinteren Raum dringt Licht.
„Hier bin ich“, ruft Bea. Sie liegt auf dem breiten Doppelbett, die Beine aufgestellt, die Schenkel gespreizt, so dass er direkt auf die Vulva sieht. Sie hält ihm ein Kondom hin. Er streift es über den steifen Schwanz und legt sich zu ihr. Sie umarmen und küssen sich. Er streicht über den Rücken, den Hintern, fasst in die Fülle des Haares und wühlt darin, streichelt die jetzt festeren Brüste und umrundet mit der Zunge die Spitzen. Sie stehen wie zwei Türmchen auf den Hügeln. Bea stöhnt. Er küsst sich abwärts über den Bauch zum Schoß, kniet sich vor das Bett und steckt den Kopf zwischen ihre Schenkel. Sie rutscht tiefer und legt die Beine auf seinen Schultern ab. Die Mohnknospe ist aufgeplatzt; aus ihr drängen die inneren Lippen. Ihr Geschlecht duftet wie eine Dschungelblume bei Nacht. Seine Zunge teilt die klebrigen Lippen der mouní. Er züngelt zwischen den äußeren und inneren Lippen, taucht die Zungenspitze etwas tiefer in den Schlitz, umspielt den Kitzler, der deutlich angeschwollen ist. Die Blütenblätter der inneren Lippen sind voll aufgegangen und leuchten rot. Die Öffnung liegt frei. Er presst den Mund auf das warme und feuchte Fleisch und stößt die Zunge tief in die Spalte. Seine Finger massieren den Venushügel. Plötzlich schreit Bea laut auf. Ihr Schoß vibriert und ein Schwall Flüssigkeit überflutet seinen Mund. Er schiebt die Hände unter die feuchten Pobacken, schlürft den Saft wie aus einer Schale, steckt die Zunge ins Loch. Die Quelle sprudelt erneut. Bea stöhnt, presst seinen Kopf mit den Händen auf die mouní, fährt ihm dann in die Haare und zieht ihn auf ihren Körper. Sie legt seine freie Hand auf die rosa überhauchten Brüste, deren blaue Adern deutlich zu sehen sind. Vorsichtig knetet er die wisí, die größer geworden zu sein scheinen, nimmt die Türmchen in den Mund und stürmt mit der Zunge gegen sie an.
„Nimm mich, Andriko“, sagt Bea mit rauer Stimme an seinem Ohr. „Fick mich. Ich halte es nicht mehr aus“. Sie führt seinen Schwanz an den Eingang der Scheide. Er schiebt sich in die nasse Höhle und beginnt mit langsamen tiefen Stößen.
Bea verschränkt die Beine auf seinem Rücken und drückt die Fersen gegen den Hintern. Er steigert das Tempo, stößt kurz und kraftvoll. Zitternde Wellen laufen über ihren Körper. Sie hechelt. Ihre Scheidenmuskeln pressen das Glied. Sie nimmt die Füße von seinem Hintern, stemmt sich ihm entgegen. Er rammt sie auf das Bett. Bea bäumt sich wieder auf, lässt sich dann fallen. Ihr Atem jagt. Sein Becken rotiert. Er holt tief Luft, hält sie an und presst seinen Schoß gegen ihren. In ihr spürt er Hitze aufsteigen. Urplötzlich schreit sie wie am Spieß. Als wäre ein Damm gebrochen, überschwemmt ihr Saft seinen Schwanz, rinnt am prallen Sack hinunter. Der Schrei endet mit einem klagenden Laut. Er bemerkt das fast schmerzhafte Ziehen in den Hoden und reitet sie nun hart. Bea wimmert. Jetzt kann er den Samen nicht mehr halten und ergießt sich in Schüben. Erschöpft sackt er auf ihr zusammen, wälzt sich dann zur Seite.
Sie schnappen nach Luft wie Fische auf dem Trockenen. So liegen sie wohl fünf Minuten. Er dreht sich zu ihr, küsst die geschlossenen Augen. Bea öffnet sie. Feucht schimmernd strahlen sie ihn an. Was für schöne Augen sie hat!
Sie kuschelt sich an ihn, kämmt mit den Fingern sein verschwitztes Brusthaar. „Danke“, sagt sie.
Er streichelt ihre Brüste, die nun wieder weich sind. „Du hast zwei wunderschöne wisí.“
„Was heißt das?“
„Brüste. Titten.“
„Und das?“ Sie nimmt seine Hand und legt sie auf ihren nassen Pelz. „Mouní, Möse.“
„Und das hier?“ Sie berührt den schlaffen Schwanz.
Púzoss.“
„Dein púzoss hat meiner mouní sehr gut getan, Andriko. Ich werde mich das nächste Mal gründlich bei ihm bedanken.“ Bea küsst ihn.
„Wann ist denn das nächste Mal?“, fragt er.
„Wann immer du willst. Und der púzoss wieder kann.“ Sie kichert, rollt das Kondom ab, lässt es neben das Bett fallen und zieht ein neues unter dem Kopfkissen hervor.“ Lachend sagt sie: „Keine Angst. Erst schlafen wir. Tust du mir einen Gefallen, Andriko?“
„Natürlich.“
Bea legt das Kondom auf den Nachtschrank, nimmt die Schachtel Penaten-Creme aus der Schublade und fragt: „Schmierst du mir die Schenkel ein?“
Er nickt. „Warte.“ Andreas tappt ins Bad, nimmt das Geschirrtuch von der Leine, macht es richtig nass, wirft sich ein Handtuch über die Schulter und kehrt zu ihr zurück. Noch einmal küsst er die leicht salzig schmeckende Möse. Vorsichtig wäscht er den Liebessaft von der entzündeten Innenseite der Schenkel und tupft alles trocken. Die Tücher wirft er vor das Bett, nimmt ihr die Tube aus der Hand und cremt die wunde Haut gründlich ein.
Bea seufzt zufrieden. „Kann ich in deinem Bett schlafen, Andriko? Meins ist ganz nass.“
„Ja. Natürlich.“ Er legt die Creme beiseite.
Sie nimmt ein großes Laken vom Fußboden auf, rutscht auf seine Bettseite. Er legt sich neben Bea. Sie breitet das Laken über beide, löscht das Licht der Stehlampe und schmiegt sich mit dem Rücken an seine Brust. Durch das geöffnete Fenster dringt das Rauschen der Bäume im Garten. Zitronenduft weht herein. In der Ferne bellt ein Hund.
„Komisch“, lacht Bea leise in die Dunkelheit.
„Was ist denn?“
„Eine Malerin lernt einen Mann kennen, vögelt schon am zweiten Tag mit ihm und hat ihn noch nicht einmal gemalt.“
„Darf eine Malerin erst mit einem Mann vögeln, nachdem sie ihn gemalt hat?“
„Quatsch“, sie lacht und drückt ihren Hintern gegen seinen Schoß. „ Es tut mir kein bisschen leid, aber findest du nicht, es ging ziemlich schnell mit uns?“
Er küsst sie auf die Schulter, lässt seine Hand auf ihre Hüfte sinken. „Ja“, murmelt er schläfrig, „wirklich verrückt!“

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Die Treppe

Alles wollte sie, nur dies nicht. Sie kannten sich seit Monaten. Aber sie kam mit seinem wechselhaften Benehmen, diesen abrupten Gefühlsschwankungen, einfach nicht klar. Dabei war er durchaus liebenswürdig, nur eben manchmal abweisend, als käme sie ihm zu nahe. Sie begriff nicht, wie er tickte. Und je mehr sie sich bemühte, ihn zu verstehen, desto mehr verschloss er sich ihr. Heute nun, das war der Höhepunkt. Sie stritten sich wie üblich über etwas Belangloses und plötzlich drehte er sich um und ging einfach.

Den ganzen Nachmittag grübelte sie über ihre Beziehung. Sie liebte ihn, trotz allem, und wollte ihn nicht aufgeben. So haderte sie mit sich selbst; aber schließlich fuhr sie, es war schon dunkel, zu ihm. Vorher war sie dort noch nie gewesen. Seltsamerweise trafen sie sich immer bei ihr.

An der Haustür des Backsteinhauses drückte sie auf seine Klingel. Er meldete sich nicht. Da wählte sie einfach irgendeinen Klingelknopf, gab sich als Havariehilfe der Hausverwaltung aus und schlüpfte hinein. Im Treppenhaus roch es nach Bohnerwachs und Kohleintopf. Sie stieg die knarrende Holztreppe hinauf. Dass es solche Häuser noch gab!

Vor seiner Wohnungstür angekommen, klingelte sie mehrmals, aber es rührte sich nichts.

Sie beschloss, auf dem Treppenabsatz zu warten. Irgendwann würde er schon kommen. Und so setzte sie sich hin, schrieb ihm eine WhatsApp, dass sie hier vor seiner Tür sei und checkte zum Zeitvertreib die Smartphone-Nachrichten. Eine halbe Stunde war vergangen; sie überlegte, einfach zu gehen. Leck mich…

Ein Mann um die 50 kam mit zwei Einkaufstaschen die Treppe herauf, betrachtete sie, offensichtlich verwundert, und stieg eine Treppe höher. Sie hörte die Tür ins Schloss fallen.

Nach einer weiteren halben Stunde, in der sie ständig zauderte, ob sie nicht doch besser gehen sollte, kam der Mann herunter und meinte: „Sie können hier doch nicht ewig warten. Vielleicht kommt er heute gar nicht mehr. Wollen Sie nicht wenigstens einen Tee trinken?“
Nach kurzem Überlegen nahm sie die Einladung an. In der Wohnung, die noch einen alten, aber gut gepflegten Dielenboden hatte, war es heimelig. Sie bekam einen Tee aufgebrüht, der nach Zimt roch, passend zur Vorweihnachtszeit. In einem Käfig am Fenster schmusten zwei Papageien.
„Sie sind gewöhnt, sagte der Mann, „dass ich sie um diese Zeit herauslasse. Stört es Sie?“
„Aber nein“, antwortete sie. Da öffnete der Mann die Käfigtür und sogleich flatterten die Vögel im Zimmer umher, setzten sich hierhin und dorthin. Ein
Vogel, ein Nymphensittich, wie der Mann erklärte, flog auf ihre Schulter und zupfte zart an ihrem Ohrläppchen und einer Haarsträhne.
„Der Vogel mag Sie“, sagte der Mann. „Hier, geben Sie ihm einen Hirsekolben.“
Sie nahm den Kolben und bot ihn dem bunten Vogel an. Der knabberte daran.

„Meine Frau“, erklärte der Mann, „liebte die Vögel. Sie hat sich viel mit ihnen beschäftigt. Aber nun ist sie schon ein halbes Jahr tot. Die Vögel vermissen sie wohl sehr.“
„Das tut mir sehr leid“, sagte sie.

Dann trank sie von dem aromatischen Tee; ein Gefühl von Geborgenheit umfing sie.

Angeregt unterhielten sie sich, während die Vögel um beide herumflogen und ab und zu laut kreischten. „Jetzt ist es genug“, entschied der Mann, klatschte in die Hände und sofort suchten die Vögel ihren Käfig auf.

„Wissen Sie“, sagte der Mann unvermittelt, „am schlimmsten ist, dass ich meine Frau nachts nicht mehr neben mir habe. Immer, wenn ich im Bett nach ihr fühle, spüre ich, da ist nichts. Ich bin allein. Furchtbar allein.“

Nach dem Tee tat sie ihm den Gefallen und trank mit ihm eine Flasche Wein. Plötzlich überkam sie ein seltsames Gefühl und sie fragte: „Wo ist denn Ihr Schlafzimmer?“ Er ging ihr voran.

Als sie sich auszogen, sah sie die dichten schwarzen Haare auf seiner Brust und an seinem Geschlecht. Sie wurde überrollt von einer Welle ungeheurer Zärtlichkeit. Wie sie dann im Bett nebeneinander lagen, fasste sie seinen steifen Schwanz und rieb ihn, bis sich der Samen über ihre Hand ergoss. Der Mann küsste ihre Brüste. Sie duldete seine Finger in ihrer jetzt feuchten Möse und erlebte einen kurzen Orgasmus. Eng umschlungen lagen sie beieinander. Dabei störte sie sich nicht am herben Geruch seines Körpers.

In der Nacht spürte sie ab und zu seine Hand, die nach ihr tastete, ihren Körper streichelte. Als seine Hand wieder einmal ihren Körper suchte, rutschte sie zu ihm hinüber. Sie hatte plötzlich große Lust auf ihn.

Er war wach und bedeckte ihr Gesicht mit Küssen. Seine Hände kneteten ihre Brüste, die augenblicklich hart wurden. Er nahm die festen Beeren nacheinander in den Mund, umspielte sie mit der Zunge, saugte und biss vorsichtig hinein. Dann küsste er ihren Mund, dass sie fast keine Luft mehr bekam. Weit spreizte sie die Beine für ihn. Mit einem Ruck stieß er in ihre Möse, die bereits ganz nass war. Tief in ihrem Schoß fühlte sie das starke Glied; sie umklammerte seine Lenden mit den Schenkeln, ließ dann los und bäumte sich ihm entgegen. Nie zuvor hatte sie es so genossen, von einem Mann genommen zu werden. Berauscht fühlte sie den Orgasmus nahen und biss ins Kissen, um nicht laut zu schreien. Ein Orkan durchtobte den Körper und plötzlich war ihr, als versinke sie rettungslos in einem Strudel. Sie hörte den Mann stöhnen und spürte, wie sein Samen in sie strömte. Tränen schossen ihr in die geschlossenen Augen. Er küsste ihr die Tränen weg. Nach einer Weile löste er sich und drehte sich auf die Seite, ihr zugewandt. An ihn geschmiegt überkam sie der Schlaf.

Am Morgen bereitete er ein leckeres Frühstück: Spiegelei auf Schinken. Genauso wie sie es mochte: das Eiweiß etwas kross gebraten und das Eigelb noch flüssig.

Sie küsste ihn zum Abschied, verließ beschwingt die Wohnung und eilte die ächzende Treppe hinunter. Aus dem Fenster winkte ihr der Mann nach. Sie hob die Hand zum Gruß, wandte sich um und ging schnellen Schrittes zur S-Bahn-Station.

In diesem Augenblick wusste sie nicht, ob sie noch einmal dieses Haus betreten würde. Möglich schien es ihr. Vorher ginge sie dann aber in ein Zoogeschäft, um Hirsekolben zu kaufen.

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Der Abend

Sie hatten zu sechst bisher einen schönen Juliabend verbracht, zuerst in der abendlichen Sonne im Garten, dann im Haus, bei Kerzenschein, der flackernd die Gesichter erhellte. Zu Beginn des Abends zeigten die Gastgeber dem anderen, neu in den Freundeskreis aufgenommenen, Ehepaar ihr Haus. Wie bisher üblich, wollten sie alle darin übernachten.

Froh gestimmt und einander zugetan, führten sie gute Gespräche. Man spürte Harmonie. Die Köstlichkeiten der Küche und der fruchtige Weißwein trugen ein Übriges zur gelösten Atmosphäre bei. Er bemerkte, dass seine Frau von dem neuen Mann fasziniert war. Sie lachte unablässig über seine Witze. Ihre Wangen röteten sich. Je weiter der Abend fortschritt, desto mehr nahmen lächelnde Blicke und unwillkürliche Berührungen zwischen den Frauen und Männern zu. Ihm schien, als sei ein Schleier geheimen Einverständnisses über das seit langem geplante Treffen gebreitet.

Nach Stunden verließ er das Zimmer und trat hinaus in den gepflegten Garten. Er bog um das Haus. Die Nische im Winkel des Gartens wurde zur Straße hin abgeschirmt durch eine hohe Hecke. Verborgen hinter einem großen Johannisbeerbusch, sah er im Schein der Straßenlaterne seine Frau und den Mann, welchen sie heute kennengelernt hatten, nackt auf dem Rasen liegen. Er streichelte sie, schob seine Hand zwischen ihre Schenkel. Sie seufzte und umarmte ihn. Er war bemüht, mit seinem Knie ihre Beine zu öffnen. Zögernd, fast spielerisch, drehte sie sich mit geschlossenen Knien weg. Er küsste ihren Hals, fuhr mit der Hand über den Rücken zum Hintern und knetete ihn. Dann umfasste er die großen Brüste. Sie wandte sich ihm zu und spreizte weit die Beine. Beim Eindringen des Mannes in ihren Schoß stieß sie einen kleinen Schrei des Entzückens aus. Stürmisch nahm der andere Mann seine Frau. Heftiger, als sie es von ihm selbst gewöhnt war. Wie mit ihm stöhnte sie auch jetzt während des ganzen Aktes wollüstig. Schließlich hörte er ihren wilden Schrei beim Orgasmus, den er so liebte. Erschöpft ruhten sie eng umschlungen.

Während der ganzen Zeit, als er seiner Frau und dem Mann zusah, verspürte er nicht die geringste Eifersucht, sondern empfand sogar ein gewisses Glücksgefühl darüber, wie seine Frau sich dem Anderen voll Lust hingab. Dessen zärtliche Berührungen und ungestümes Drängen genoss, eines Mannes, den sie erst vor Stunden kennengelernt hatte. Sie schenkten einander etwas, was sie ihren Partnern nicht wegnahmen.

Er ging zurück ins Haus. Aus dem Schlafzimmer der Gastgeber, in das diese sich wohl zurückgezogen hatten, hörte er den immer intensiveren erotisierenden Rhythmus von Maurice Ravels „Boléro“. In der Küche sah er die Frau des neuen Paares, welche vor der Spüle stand und das Geschirr vorreinigte. Als sie nach ihrem Mann fragte, beruhigte er sie und versicherte ihr, es sei alles gut. Seine Frau fehle auch schon längere Zeit.

Wie unabsichtlich berührte er die Frau, der er sich jetzt sehr nahe fühlte, nachdem er sie den Abend über mit Interesse beobachtet hatte. Er spürte, wie sie sich beim Streicheln ihres Rückens entspannte, seine Zärtlichkeiten annahm und sich plötzlich, eine Metallschüssel rutschte ihr aus den Händen scheppernd in die Spüle, fest an ihn lehnte.

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Drei

Er wusste nicht, was er von dieser Wendung halten sollte. Nach Monaten, in denen er die ihm so überaus sympathische Frau umwarb, von der er mehr als Freundschaft erhoffte, sagte diese plötzlich: Weißt du was, ich besuche Euch. So, als sei ein Widerspruch völlig unmöglich.

Er wusste, dass es das Dümmste war, eine als Geliebte begehrte Frau mit der Ehefrau zusammenzubringen. Aber er wusste nicht, wie er das, gegen den Widerstand der Begehrten, verhindern konnte. So überließ er alles seinem Lauf, bangend, ob dies glatt ginge.

Er schaffte es sogar, seiner Ehefrau den Wunsch der Freundin als seinen eigenen zu vermitteln, so dass diese schließlich, trotz Bedenken, die er nur ahnen konnte, neugierig geworden, zustimmte.

Der Abend verlief harmonisch. Sie hatten sich Mühe gegeben, ihn für die Freundin angenehm zu gestalten. Sowohl, was Essen und Trinken als auch die Musikauswahl, sie liebte die Lieder von Milva, entsprach.

Erstaunt beobachtete er, dass Frau und Freundin sich gut verstanden. Berührte die Freundin ihn gelegentlich, wie er es gewohnt war, wenn sie allein waren, erfolgte keinerlei Reaktion von seiner Frau. Als sei dies völlig normal. Und liebkoste er seine Frau, störte die Freundin sich nicht im Geringsten daran.

Ihm kam es vor, als handelten beide in geheimem Einverständnis, obwohl er sicher war, dass sie noch nie Kontakt miteinander hatten.

Plötzlich begann seine Frau, ihn vor den Augen der Freundin auszuziehen. Dann entkleideten sich auch beide Frauen. Ihn wunderte nichts mehr. Er erwiderte ihre abwechselnden Küsse und zärtlichen Berührungen. Als er völlig nackt vor ihnen stand, mit steifem Schwanz, lächelten sie einvernehmlich und führten ihn gemeinsam ins Schlafzimmer.

Sie ließen sich alle drei aufs Bett fallen. Die gegenseitigen Liebkosungen wurden intimer. Schließlich glitt er zwischen die Schenkel seiner Frau und nahm sie mit tiefen Stößen. Als diese stöhnte und sich im Orgasmus wand, ließ er von ihr ab. Er drehte die Freundin auf den Bauch. Von hinten, ihren festen Hintern bei jedem klatschenden Stoß am Unterleib spürend, ritt er sie, während sie ihn molk, bis sie schrie und ihr Liebessaft seinen Schwanz umspülte. Da konnte er nicht mehr an sich halten und entlud sich in ihr.

Als er morgens erwachte, auf jeder Seite eine tief schlummernde Frau, schätzte er sich unendlich glücklich. Etwas, was er nie gedacht hätte, war geschehen. Weibliche Liebe hatte über jede mögliche Eifersucht gesiegt.

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Ein Mann

Dieser Nachbar war ihr seit längerem aufgefallen. Er schien Inder oder Pakistani zu sein.

Er war ein attraktiver Mann, zweifellos. Braun gebrannt. Jedes Mal, wenn sie ihn im Fahrstuhl traf, sah sie seine schwarzen Augen auf sich gerichtet. Als werde sie von ihnen durchglüht. Das machte sie verlegen, obwohl sie sonst interessierte Blicke von Männern gewöhnt war.

Zudem wohnte er auch noch auf ihrer Etage.
Heute war sie ihm wieder im Fahrstuhl begegnet. Sie hatte eingekauft. Ihm gegenüber stehend und in den Anblick seiner nackten Füße in braunen Ledersandalen versunken, hörte sie sich plötzlich fragen: „Möchten Sie einen Apfel?“
Er schien verblüfft: „Ja, warum nicht?“
Sie kramte aus ihrem Korb einen großen roten Apfel hervor.
Er nahm ihn. „Danke.“
Sie stellte sich vor, wie der Mann mit breiter Hand statt des Apfels ihre Brust umfasste. Sie schloss die Augen. Ihr schwindelte.
„Geht es Ihnen nicht gut?“, fragte der Mann in akzentfreiem Deutsch.
Sie schlug die Augen auf. „Doch, doch. Alles in Ordnung.“
In ihrer Etage angekommen, verabschiedeten sie sich erstmals mit einem Lächeln. Seines schien irgendwie wissend zu sein.

Den ganzen Abend über dachte sie an ihn. Was, wenn sie einfach zu ihm hinüber ginge? Ohne jede Hemmung, ohne falsche Scham? Er war ein Mann, der ihr gefiel.

Sie verließ ihre Wohnung, ließ die Tür ins Schloss fallen und trat vor seine Tür. Erstaunlicherweise war die einen kleinen Spalt geöffnet. Sie betrachtete dies als Einladung und ging hinein. Vom Flur aus hörte sie Geräusche. In der Tür zum Wohnzimmer stehend, bemerkte sie auf der Couch den Mann über einer dunkelhaarigen Frau. Er stieß diese mit einem so großen Schwanz, wie sie selbst ihn sich immer bei einem Mann gewünscht hatte. Er bemerkte sie und sah sie an, ohne dabei von seiner Partnerin zu lassen.

Sie wandte, am ganzen Körper erschauernd, ihren Blick ab und verließ die fremde Wohnung.

Morgen würde sie bei dem Mann klingeln, ihn fragen, wie der Apfel geschmeckt habe und ihm bis in sein Wohnzimmer folgen.

Kurzbiographie

1951 geboren in Hannover;
1956 Übersiedlung in die DDR (Eltern „Rückkehrer“ nach „Republikflucht“ 1949);
Wohnorte bis zum Abitur: Dresden, Nossen (Kreis Meißen), Ahrensberg (Kreis Neustrelitz), Zachow, Ramelow, Schwanbeck, Neubrandenburg (Kreis Neubrandenburg);
1965 bis 1969 Besuch der Erweiterten Oberschule „Friedrich Engels“ in Neubrandenburg, parallel Berufsausbildung zum Gärtner im Gartenbau Neubrandenburg;
1969 Abitur in Neubrandenburg, Facharbeiterbrief als Gärtner;
1966 bis 1969 Mitarbeit im Zirkel Schreibender Arbeiter Neubrandenburg unter künstlerischer Leitung von Werner Lindemann; Gast der Arbeitsgemeinschaft Junger Autoren des Bezirkes Neubrandenburg;  Bauernkorrespondent der Neuen Deutschen Bauernzeitung (humoristische Kurzgeschichten);
1969 bis 1972 Armeezeit. Unteroffiziersschule Weißkeißel, Unteroffizier (Tastfunker) im Standort Neubrandenburg/Fünfeichen;
ab 1972 Arbeit im Staatsapparat im Bereich Kultur, Kreis Neubrandenburg;
1973 bis 1978 Studium der Kulturwissenschaft (Fernstudium) an der Humboldt-Universität zu Berlin im Fach Kulturwissenschaft, Nebenfach Literaturwissenschaft;
1978 Diplom als Diplomkulturwissenschaftler;
ab 1975 bis 2008 heimatgeschichtliche Forschungen zu ehemaligen mecklenburgischen Glashütten;
ab 1981 bis 2002 Veröffentlichungen zu ehemaligen Glashütten im Bezirk Neubrandenburg;
1972 bis 2006 tätig in verschiedenen Kulturfunktionen im Staatsapparat/öffentlichen Dienst im Kreis Neubrandenburg, Landkreis Neubrandenburg, Landkreis Mecklenburg-Strelitz;
ab 1992 Schreiben von Liebesgedichten und erotischen Gedichten;
2002 Auszeichnung mit dem „Daniel-Sanders-Kulturpreis“  2002 des Landkreises Mecklenburg-Strelitz (im Kollektiv mit Frank Erstling, Frank Saß, Harald Witzke) für die Redaktion des Buches „Mecklenburg-Strelitz  – Beiträge zur Geschichte einer Region“, Band 1;
ab 2003/2004 Veröffentlichung von Liebesgedichten und erotischen Gedichten;
ab 2006 Angestellter im öffentlichen Dienst (Schüler-BaföG, Wasserwirtschaft) im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte bis März 2014;
2010 Teilnahme an der 13. Lyrikmeisterschaft Mecklenburg-Vorpommern 2010 in Rostock. Auszeichnung mit dem 3. Preis;
ab 2012 Schreiben von erotischen Geschichten;
ab 01.04.2014 Altersrentner;
ab Dezember 2015 Mitglied im Verband deutscher Schriftstellerinnen und Schriftsteller (VS), Landesverband Mecklenburg-Vorpommern;
wohnhaft in Neubrandenburg.